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Polaroid meets Hasselblad

1. Februar 2011 Keine Kommentare

Polaroids sind einfach herrlich. Sie sind irgendwie unperfekt, aber doch haben Sie einen speziellen Look, der mir richtig gut gefällt. Sie sind altmodisch, aber doch sind sie bereits wieder "in". Sie sind ehrlich und geben ein Bild unverfälscht wieder, aber trotzdem schauen Bilder auf Polaroid fast immer gut aus.

Jetzt habe ich für meine Hasselblad 503Cxi ein Polaroid Back gekauft. Klingt irgendwie interessant, wenn man die hochwertigkeit einer Mittelformat-Kamera und das schnelle Medium Polaroid zusammen bringt. Aber so läßt sich die Kamera mal eben zur Sofortbildkamera umbauen.

Vielleicht vorab zur Info für alle interessierten Hasselblad-Nutzer, wobei die Infos auch für viele andere Kameras gelten dürfte: Polaroid Backs gibt es verschiedene, und zwar das 80er und das 100er. Filme für das 80er Magazin werden nach meinem Wissen nicht mehr hergestellt – das sollte man beim Kauf berücksichtigen. Es gibt Backs von Hasselblad und auch von anderen Fremdfirmen (z. B. von Arca-Swiss), die sich auch großer Beliebtheit erfreuen und nicht schlechter sind.

Ich habe mir das 100er Polabasic-Back von Hasselblad gekauft, was man gebraucht für 100-150 Euro erstehen kann. Damit kann man jede Art von Typ 100 Packfilm verwenden, also die Polaroid-Filme 664, 667, 669, 125i (so man sie denn noch bekommt) bzw. die Fuji FP-100-Filme, die es noch immer gibt. Fuji stellt FP-100B (s/w), FP-100C (Farbe) und FP-3000 als sog. Pack-Film für Hasselblad Pola-Backs her.

Ich habe das Back mit dem Fuji Instant Film FP-100B Super verwendet, einem anchromatischer Sofortbildfilm im Trennverfahren. Entwickelt wurde er für Kamera-Filmpack-Adapter und Kameras, die Sofortbild-Filmpacks mit dem Filmformat 85 mm x 108 mm aufnehmen können. Da die Hasselblad 6x6cm Bilder macht, bleibt ein großteil des Films schwarz, was dem Bild einen speziellen Character verleiht. Trennbild heißt, dass Negativ und Positiv nach der Entwicklungszeit voneinander getrennt werden müssen. So hat man noch Einfluß über die Entwicklungszeit auf den "Look" des Bildes.

Ich hoffe es kommt rüber, ich bin extrem begeistert von den Ergebnissen, auch das Model hatte Riesenspass, denn das ist Fotografieren noch ohne Hektik, Man muss sich vorher Gedanken machen, um die Kosten nicht unnötig in die Höhe zu treiben. Man kann gleich die Ergebnisse ansehen und sich freuen. Ich liebe mein neues Polaroid-Back und ich werde es jetzt öfter einsetzen. Und ich kann Euch nur ermutigen, auch mal einfach etwas zu experimentieren. Erlaubt ist alles, was Spass macht. Ob es jetzt ein Mittelformat-Back ist, eine alte, aber inzwischen teure Polaroid SX-70 oder eine einfache Polaroid Image für 10-20 Euro bei ebay – es ist egal. Sich fühlen wie wie Andy Warhol, Helmut Newton oder Robert Mapplethorpe … Polaroid nutzen macht einfach Spass … probiert es aus.

 

Buchvorstellung: Hasselblad Masters Vol. I

11. Juli 2009 Keine Kommentare

An dieser Stelle möchte ich mal wieder ein Buch vorstellen, das ich immer wieder in die Hand nehme um darin zu stöbern: Hasselblad Masters Vol. I.


© Hasselblad Masters, teNeues, Foto © August Bradley

Hasselblad veranstaltet jedes Jahr einen Wettbewerb – die Hasselblad Masters. 1700 Teilnehmer reichten 2008 jeweils zehn Beiträge für den Wettbewerb ein. Die firmeninterne Jury suchte daraus in sorgfältiger Kleinstarbeit 100 Finalisten heraus. In der Endrunde ernannten fünf Herausgeber renommierter internationaler Fotozeitschriften die zehn "Hasselblad Master". Das umzusetzende Thema war "Leidenschaft". Folgende Fotografen waren die Gewinner des Wettbewerbs und wurden in den Bildband aufgenommen: Benjamin Antony Monn, Louie Palu, Andrej Kopac, Julia Fullerton Batten, Bronek Kozka, Hans Strand, August Bradley, Morfi Jiménez Mercado, Gregor Halenda und Kevin Then. Es handelt sich nach den Herausgebern um die "Creme de la Creme der weltweiten Fotoszene".

Hier ein paar Beispiele aus dem Buch:


© Hasselblad Masters, teNeues, Foto © Kevin Then


© Hasselblad Masters, teNeues, Foto © Bronek Kozka


© Hasselblad Masters, teNeues, Foto © Julia Fullerton-Batten

Auf der Photokina 2008 waren die Bilder auch am Hasselblad-Stand in groß zu bewundern. Wirklich tolle Bilder, die in der Qualität und Größe natürlich noch viel besser wirkten. Aber auch in Buchgröße sind die Bilder absolut sehenswert. Für 79,90 Euro ist das Buch über den Buchhandel oder auch bei AMAZON zu beziehen.

Hier die wichtigsten Daten:

Verlag: teNeues Verlag
Auflage: 1. (15. September 2008 )
Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
Sprache: Englisch, Deutsch
ISBN-10: 3832792627
ISBN-13: 978-3832792626
Größe: 34,8 x 28,6 x 3,6 cm
Link zu AMAZON