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Das Flash2Softbox-System – ein Erfahrungsbericht (Teil 2)

10. Oktober 2009 7 Kommentare

 

Softboxen
Geordert habe ich mir die 40x40cm Softbox, da man mit ihr recht mobil und unauffällig gegen Windböen ist: Die Softbox wird in einer kleinen Tasche geliefert, gut zusammengepackt und bereit für den Transport.

In der Tasche befinden sind insgesamt acht Teile: Softbox-Außenhülle, Einsatz-Diffusor, Außendiffusor, Speedring und vier Spannstäbe aus Metall. Der erste Zusammenbau war weniger einfach als gedacht. Es werden zwar keine zwei Personen benötigt (ich habe es alleine geschafft) aber man sollte etwas Zeit und Ruhe mitbringen.

Zunächst wird der Speedring durch die Aussenhülle gesteckt und so ausgerichtet, dass die Löcher für die Spannstäbe mit den Nähten der Softbox fluchten. Danach werden die Spannstäbe eingesetzt. Das ist der absolut schwierigste und frustrierendste Teil, wenn die Stäbe durch die Spannung den Ring immer wieder durch das Loch nach außen drücken. Hat man es aber geschafft, dann ist man fast fertig. Nur noch den Innendiffusor mit den Klettverschlüssen montieren und den Außendiffusor aufziehen. Fertig. So wie Mike Krüger mal gesungen hat muss man "einfach den Nippel durch die Lasche ziehen". Gewusst wie und beim zweiten und dritten Mal geht es schon einfacher.

 

Wem die Aufbauarbeit zu nervig ist, empfehle ich die Fiberglasstäbe von Sambesi separat zu ordern. Hierdurch wird der Aufbau vergleichbar kinderleicht, da diese stabil und trotzdem biegsamer sind als die Metallstäbe – es lohnt sich.

Die Box ist recht leicht und stabil und macht einen für den Preis guten Eindruck. Die Ergebnisse sind ebenfalls ansprechend. Insofern kann ich die Box zu dem F2S-Adapter ruhigen Gewissens empfehlen.

Die Makrosoftbox 40cmx40cm kostet 39,90€, die Softbox 50cmx70cm 47,90€. Weitere Softboxen gibt es auch noch wie beispielsweise Striplights. Die Fieberglasstäbe zum einfachen Aufbau kosten günstige und gut investierte 4,99€. Diese sollte man auf jeden Fall mit bestellen.

TIPP: Der Aufbau geht deutlich einfacher, wenn man die Stäbe zuerst im der Stoffhülle einführt und dann unten in den Ring einfädelt. Dort kann man dann dne Ring führen und gleichzeitig den Stoff festhalten, so dass verhindert wird, dass der Ring durch das Loch rutscht.

 

Akzent Tube & 4-Flügeltor inkl. Folien und Wabe
Es gibt noch weitere interessante Lichtformer, die ich benutze, wie die Akzent Tube und das 4-Flügeltor:

Der Akzent Tube wird am Flash2Softbox-Adapter angebracht um den Lichtkegel zu verengen und um eine punktuelle Beleuchtung zu erreichen. Es lässt sich eine Wabe aufstecken, um das Licht noch mehr auszurichten. Befestigt wird der Vorsatz mit vier Schrauben, die sich auf dem Ring des Flash2Softbox-Adapters verklemmen. Einfach und effektiv. Der Spotlichtvorsatz kostet 45,01€.

Das Flügeltor wird mit verschiedenen Farb-Filtern und Wabe geliefert, die sich vor das Flügeltor stecken lassen. Die Befestigung ist analog zum Spotlichtvorsatz mit Schrauben gelöst. Die beweglichen vier Klappen des Flügeltors ermöglichen eine flexible, auch asymmetrische Lichtführung. Mit deren Hilfe ist es leicht möglich, zu verhindern, dass Licht beispielsweise in Richtung Objektiv fällt. Das Flügeltor mit Filtern und Wabe kostet 39,90€

 

Zusammenfassung
Meiner Meinung nach gibt es kaum ein flexibleres System wie das Flash2Softbox System am Markt. Die Verarbeitung ist sehr gut, das Zubehör ist vielfältig und die Qualität für den Preis durchaus erstaunlich. Natürlich bekommt man keine Hensel- oder Profotoqualität, aber es geht ja eher darum, mit Kompaktblitzen gute Fotos zu machen und das zu einem akzeptablen Preis und einem geringen Gewicht, damit man die ganzen Sachen auch einfach mitnehmen kann. Genau diese Kriterien erfüllt das System und sind auch meine Kriterien für den Einsatz. Deshalb möchte ich es nicht mehr missen und ich benutze es gerne. Am meisten ist mir der Beauty Dish ans Herz gewachsen und die kleine 40x40cm Softbox. Wer also ein transportables System sucht, sollte auf jeden Fall mal einen Blick auf Flash2Softbox werfen. Es lohnt sich.  Wenn jetzt noch demnächst ein verstellbarer Adapter auf den Markt kommt, dann wird das System noch flexibler. Darauf freue ich mich schon.
       

Noch ein kleiner Tipp zum F2S-Adapter zum Abschluss:
Um bei großen Blitzen wie dem SB-900 von Nikon den Blitzkopf beim Einführen in den Ring gegen Kratzer zu schonen, habe ich mir bei eBay 2mm dünnes, selbstklebendes Moosgummi bestellt und den inneren Teil des Rings damit ausgekleidet. Damit ist der Innenring weich gepolstert und es kann nichts mehr passieren. Das Moosgummi kostet ein paar Euro als Matte und lässt sich einfach verarbeiten – die Modifikation dauert keine 10 Minuten selbst bei zwei linken Händen.  Es gibt zwar keine scharfen Kanten an dem Ring wie bei anderen Lösungen, aber so habe ich einfach ein gutes Gefühl.

So, ich hoffe ich konnte Euch einen möglichst umfangreichen Überblick über das Flash2Softbox System geben. Wenn Ihr Kommentare, Anregungen und Fragen habt, nutzt  einfach die Kommetarfunktion des Blogs.

 

 

Das Flash2Softbox-System – ein Erfahrungsbericht (Teil 1)

4. Oktober 2009 4 Kommentare

Seit meinem letzten Beitrag mit dem Appetizer hat es  etwas länger gedauert bis zu diesem Artikel. Der Grund war, dass ich Euch einen eigenen Erfahrungsbericht des Flash2Softbox-Systems liefern wollte. Und wie es mit Erfahrungen ist, muss man diese erst sammeln. Auf Grund der Länge des Erfahrungsberichtes werde ich muss ich diesen in zwei Teile aufteilen. Hier ist nun der erste Teil, der zweite Teil wird dann in Kürze auf meinem Blog folgen:

Ich habe lange im Internet gestöbert um meine Systemblitze flexibler einsetzen zu können und schlussendlich bin ich fündig geworden. Vor einiger Zeit habe ich Flash2Softbox-Produkte bei der Sambesi Group bestellt, die ich Euch heute einmal näher vorstellen und mit einem Erfahrungsbericht koppeln möchte. Hierbei soll es weniger um Beispielbilder gehen, die mit dem System gemacht wurden – davon gibt es genügend im Netz. Sondern es soll vielmehr um die Nutzbarkeit, die Handhabbarkeit und auch die Verarbeitungsqualität gehen.

Das Adaptersystem flash2softbox dient dazu, Systemblitze mit verschiedenen Lichtformern (Beauty Dish, Softboxen, Flügeltor, Snoot) zu verbinden und so eine mobile Blitzanlage zu realisieren. Entfesselt blitzen ist das Zauberwort und das mit Systemblitzen der Kamerahersteller. Wer schon mal im Studio fotografiert hat kennt im Prinzip das entfesselte Blitzen, denn dort sind die Blitze auch frei positionierbar und Lichtformer dienen zur Steuerung der Lichtcharakteristik. Und genau das ist auch mit den Aufsteckblitzen der Kamerahersteller in Zusammenspiel mit Flash2Softbox möglich. Einzellösungen gibt es einige, aber mir ist kein anderes so flexibles und wandelbares System wie Flash2Softbox bekannt.  

Ursprünglich aus dem Projekt "Low Budget Shooting" von Cyrill Harnischmacher entstanden ist das Flash2Softbox-Adaptersystem inzwischen in der zweiten Version zu haben und den Kinderschuhen entwachsen. Mit dem Begriff "Low Budget Shooting" wird man dem System aber inzwischen nicht gerecht, denn die Möglichkeiten sind vielfältig durch das große Portfolio an Lichtformern und Zubehör.

Der Aufsteckblitz als Lichtquelle lässt sich sehr universell einsetzen, ist extrem transportabel und bei fast jedem Fotografen vorhanden. Will man diesen hauptsächlich manuell nutzen, sind diese auch noch sehr günstig zu bekommen. Jedoch ist die Lichtform durch die kompakte Bauform stark begrenzt und die Bilder werden meistens "plattgeblitzt".

Aufsteckblitze sind aber auch bei Profis inzwischen kein Tabu mehr und diese nutzen Systemblitze entweder als alleinige Lichtquelle oder zur Erweiterung eines Portys um weitere Akzentlichter. Der Vorteil auch für Profis ist einfach das geringe Gewicht. Flash2Softbox-Adapter, Softboxen, Tubus, 4-Flügeltür, Farbfolien, Waben wiegen zusammen nur wenige Kilogramm, also deutlich weniger als eine Portyausrüstung. Beispielbilder mit der 40cmx40cm Softbox an dem Flash2Softbox-Adapter kann man beispielsweise im Blog von Krolop und Gerst einsehen.

Flash2Softbox Adapter
Der Flash2Softbox Adapter ist das zentrale Teil des Systems und wurde in einer schicken Metallbox geliefert.

 

Das Auspacken der Metallbox ist spannend, denn im Inneren befinden sich einige Metallteile (Anschlussring, Zwischenstück und Grundplatte), verschiedene Schrauben, ein Blitzschuh, eine Unterlegscheibe aus Gummi und ein Inbusschlüssel.

 

Die Montageanleitung zeigt den Zusammenbau, aber wo welche Schraube (es sind unterschiedliche Schrauben) zum Einsatz kommt, wird nicht gezeigt. Der Zusammenbau des Adapters ist aber dennoch kein Problem und mit wenigen Handgriffen erledigt. Es wird dazu nur der beigelegte Inbusschlüssel benötigt und ein Kreuzschraubendreher. Leider passt der Adapter so zusammengebaut nicht mehr in die schicke Verpackung. Um den Adapter wieder in der Box aufzubewahren, muss der Adapterring demontiert werden, was aber mittels einer Schraube recht einfach ist. Der Adapter selber macht einen stabilen und sehr wertigen Eindruck, da er aus massivem Metall besteht, und ist sehr sauber verarbeitet.

Je nach Zwischenstück ist er für alle gängigen Blitze geeignet. Die Länge der Zwischenstücke reichen von 30mm bis 135 mm und sind bei der Bestellung mit anzugeben. Der Nikon SB-800 benötigt das 75mm Zwischenstück, der Nikon SB-900 das 90mm Zwischenstück. Vorteil des modularen Aufbaus: Bei einem neuen Blitz muss nicht der komplette Adapter neu gekauft werden, sondern ein neues Zwischenstück reicht vollkommen um den Adapter für den neuen Blitz umzurüsten. Besser wäre aber ein verstellbares Mittelteil, dass dann universell nutzbar wäre. So etwas ist aber wohl angedacht und in Vorbereitung. Salbeis hört also auf den Nutzer und nimmt Anregungen für Produktoptimierungen auf. Der Preis für den kompletten Adapter liegt bei fairen 39,95€. Das Mittelstück beginnt bei 6,95€ und wird mit zunehmender Länge teurer.

Beauty Dish
Der Beauty Dish an sich erzeugt ein rundes, natürliches Augenlicht und schließt die Lücke in der Härte des Lichtes zwischen der Softbox und einem Standardreflektor. Er ist daher besonders gut für die Personenfotografie geeignet und damit mein Lieblingslichtformer. Sambesi bietet zwei verschiedene Größe an Beauty Dish Versionen an: Einen mit 30cm und einem mit 40cm Durchmesser. Der universellere ist nach meiner Meinung der 40cm Beauty Dish und so habe ich diesen auch geordert. Der Metallgrundkörper ist so angepasst, dass er eine große Wabe aufnehmen kann, die separat zu beziehen ist. Die Wabe macht ein gerichtetes Licht möglich und erweitert den Einsatzbereich. Die Montage wird durch einfaches einklemmen in den Rand des Beauty Dish erledigt.

Der gelieferte Beauty Dish in leichter Aluminium-Bauweise ist robust, aber in der Preisregion natürlich nicht mit Beauty Dishs von Hensel und Co vergleichbar. Nichtsdestotrotz macht er einen guten Eindruck und die Ergebnisse sind auch überzeugend. Er ist in ähnlicher Form auch bei anderen Firmen im Einsatz (z. B. Walimex), wurde aber für den Flash2Softbox-Adapter modifiziert.  

Der Beauty Dish wird direkt auf das Adapterstück aufgeschraubt und der große Ring muss dazu entfernt werden. Schöner wäre, wenn der Dish ebenfalls auf den Ring montiert werden könnte. Das ist aber leider nicht möglich. Wer nicht ständig umbauen möchte, sollte also für den Beauty Dish einen eigenen Flash2Softbox-Adapter bestellen, der dann ständig am Beauty Dish bleiben kann.Alternativ kann auch der kleine 30cm Beauty Dish genommen werden, der sich wie die anderen Sachen auch am Ring des Flash2Softbox Adapters befestigen lässt. Damit bleibt der Adapter flexibel einsetzbar.
 
Der Beautydish in 40cm kostet 69,90€, die passende Wabe 29,90€ (bzw. im Set 22,90€).

Das soll es zunächst gewesen sein mit dem ersten Teil des Erfahrungsberichtes. Mehr zu dem Flash2Softbox-System gibt es dann in Kürze. Hierbei wird es dann um die Softboxen, die Akzent Tube und das Flügeltor für das Flash2Softbox-System gehen. Zudem gibt es noch einen einfachen Tuning-Tipp für den Adapter.

Mich würde nun Eure Meinung zu dem System interessieren. Habt Ihr schon Erfahrungen oder überlegt Ihr Euch, das System zu kaufen? Nutzt einfach dazu die Kommentarfunktion. Ich bin auf Eure Meinungen zu meinem Erfahrungsbericht bzw. auch Eure Erfahrungen mit dem System gespannt …