Das Flash2Softbox-System – ein Erfahrungsbericht (Teil 2)
Softboxen
Geordert habe ich mir die 40x40cm Softbox, da man mit ihr recht mobil und unauffällig gegen Windböen ist: Die Softbox wird in einer kleinen Tasche geliefert, gut zusammengepackt und bereit für den Transport.
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In der Tasche befinden sind insgesamt acht Teile: Softbox-Außenhülle, Einsatz-Diffusor, Außendiffusor, Speedring und vier Spannstäbe aus Metall. Der erste Zusammenbau war weniger einfach als gedacht. Es werden zwar keine zwei Personen benötigt (ich habe es alleine geschafft) aber man sollte etwas Zeit und Ruhe mitbringen.

Zunächst wird der Speedring durch die Aussenhülle gesteckt und so ausgerichtet, dass die Löcher für die Spannstäbe mit den Nähten der Softbox fluchten. Danach werden die Spannstäbe eingesetzt. Das ist der absolut schwierigste und frustrierendste Teil, wenn die Stäbe durch die Spannung den Ring immer wieder durch das Loch nach außen drücken. Hat man es aber geschafft, dann ist man fast fertig. Nur noch den Innendiffusor mit den Klettverschlüssen montieren und den Außendiffusor aufziehen. Fertig. So wie Mike Krüger mal gesungen hat muss man "einfach den Nippel durch die Lasche ziehen". Gewusst wie und beim zweiten und dritten Mal geht es schon einfacher.


Wem die Aufbauarbeit zu nervig ist, empfehle ich die Fiberglasstäbe von Sambesi separat zu ordern. Hierdurch wird der Aufbau vergleichbar kinderleicht, da diese stabil und trotzdem biegsamer sind als die Metallstäbe – es lohnt sich.
Die Box ist recht leicht und stabil und macht einen für den Preis guten Eindruck. Die Ergebnisse sind ebenfalls ansprechend. Insofern kann ich die Box zu dem F2S-Adapter ruhigen Gewissens empfehlen.

Die Makrosoftbox 40cmx40cm kostet 39,90€, die Softbox 50cmx70cm 47,90€. Weitere Softboxen gibt es auch noch wie beispielsweise Striplights. Die Fieberglasstäbe zum einfachen Aufbau kosten günstige und gut investierte 4,99€. Diese sollte man auf jeden Fall mit bestellen.
TIPP: Der Aufbau geht deutlich einfacher, wenn man die Stäbe zuerst im der Stoffhülle einführt und dann unten in den Ring einfädelt. Dort kann man dann dne Ring führen und gleichzeitig den Stoff festhalten, so dass verhindert wird, dass der Ring durch das Loch rutscht.
Akzent Tube & 4-Flügeltor inkl. Folien und Wabe
Es gibt noch weitere interessante Lichtformer, die ich benutze, wie die Akzent Tube und das 4-Flügeltor:
Der Akzent Tube wird am Flash2Softbox-Adapter angebracht um den Lichtkegel zu verengen und um eine punktuelle Beleuchtung zu erreichen. Es lässt sich eine Wabe aufstecken, um das Licht noch mehr auszurichten. Befestigt wird der Vorsatz mit vier Schrauben, die sich auf dem Ring des Flash2Softbox-Adapters verklemmen. Einfach und effektiv. Der Spotlichtvorsatz kostet 45,01€.

Das Flügeltor wird mit verschiedenen Farb-Filtern und Wabe geliefert, die sich vor das Flügeltor stecken lassen. Die Befestigung ist analog zum Spotlichtvorsatz mit Schrauben gelöst. Die beweglichen vier Klappen des Flügeltors ermöglichen eine flexible, auch asymmetrische Lichtführung. Mit deren Hilfe ist es leicht möglich, zu verhindern, dass Licht beispielsweise in Richtung Objektiv fällt. Das Flügeltor mit Filtern und Wabe kostet 39,90€

Zusammenfassung
Meiner Meinung nach gibt es kaum ein flexibleres System wie das Flash2Softbox System am Markt. Die Verarbeitung ist sehr gut, das Zubehör ist vielfältig und die Qualität für den Preis durchaus erstaunlich. Natürlich bekommt man keine Hensel- oder Profotoqualität, aber es geht ja eher darum, mit Kompaktblitzen gute Fotos zu machen und das zu einem akzeptablen Preis und einem geringen Gewicht, damit man die ganzen Sachen auch einfach mitnehmen kann. Genau diese Kriterien erfüllt das System und sind auch meine Kriterien für den Einsatz. Deshalb möchte ich es nicht mehr missen und ich benutze es gerne. Am meisten ist mir der Beauty Dish ans Herz gewachsen und die kleine 40x40cm Softbox. Wer also ein transportables System sucht, sollte auf jeden Fall mal einen Blick auf Flash2Softbox werfen. Es lohnt sich. Wenn jetzt noch demnächst ein verstellbarer Adapter auf den Markt kommt, dann wird das System noch flexibler. Darauf freue ich mich schon.
Noch ein kleiner Tipp zum F2S-Adapter zum Abschluss:
Um bei großen Blitzen wie dem SB-900 von Nikon den Blitzkopf beim Einführen in den Ring gegen Kratzer zu schonen, habe ich mir bei eBay 2mm dünnes, selbstklebendes Moosgummi bestellt und den inneren Teil des Rings damit ausgekleidet. Damit ist der Innenring weich gepolstert und es kann nichts mehr passieren. Das Moosgummi kostet ein paar Euro als Matte und lässt sich einfach verarbeiten – die Modifikation dauert keine 10 Minuten selbst bei zwei linken Händen. Es gibt zwar keine scharfen Kanten an dem Ring wie bei anderen Lösungen, aber so habe ich einfach ein gutes Gefühl.

So, ich hoffe ich konnte Euch einen möglichst umfangreichen Überblick über das Flash2Softbox System geben. Wenn Ihr Kommentare, Anregungen und Fragen habt, nutzt einfach die Kommetarfunktion des Blogs.






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