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Archiv für die Kategorie ‘Fotografie’

Polaroids – Helmut Newton Ausstellung in Berlin

19. Juni 2011 1 Kommentar

An diesem Wochenende war ich auf der Ausstellung "Polaroids" im Museum für Fotografie in Berlin. Wie ihr ja bereits gemerkt hat bin ich Polaroid-Fan und mich faszinieren alte Polaroid-Aufnahmen aus der Zeit, als Polaroid-Aufnahmen noch zur Kontrolle der Filmaufnahmen vorab eingesetzt wurden. Und genau diese Polaroid-Aufnahmen von Helmut Newton sind jetzt in Berlin zu sehen.

Museum für Fotografie und Helmut Newton Stiftung
Jebensstraße 2, Berlin-Charlottenburg
© Stefan Müller
 

Newton nutzte die Polaroid-Technik seit den 70er Jahren für viele seiner Mode-Shootings. Mit dem Sofortbild konnte er die Belichtung und Szenerie sofort einschätzen und wenn nötig korrigieren. Seine Polaroid-Affinität ist nicht neu und schon länger bekannt. 1992 wurde das ganze auch schon mal dokumentiert und es erschien bereits ein Buch dazu: "Pola Woman". Jetzt hat seine Frau June Newton für die Ausstellung nochmal das Archiv durchgeschaut und neue Polaroid-Arbeiten herausgesucht, die zwischen 1969 und 2003 entstanden sind. Mit dabei sind Supermodelle wie Cindy Crawford oder Claudia Schiffer sowie Auszüge aus Werbekampagnen von Jimmy Choo oder Thierry Mugler.

Helmut Newton
Thierry Mugler
Monte Carlo 1998
Polaroid
© Helmut Newton Estate
 

Es sei nach seiner Frau June aber nur "die Spitze des Eisberges", was die Hoffnung auf weitere Ausstellungen aufleben lässt.

Meine Erwartung an die Ausstellung waren, originale Polaroids zu sehen – diese kleinen unscheinbaren Bilder, die man von nah betrachten muss, um auch das richtige Fotografenfeeling erleben zu können. Nach Betreten der Ausstellung wurde mir aber bewusst, dass es sich nicht um die Origiale handelte, sondern es sich bei den Bildern um starke Vergrößerungen der Polaroids handelte. Diese waren zwar mit den typischen Rändern vergößert und somit autentisch, aber irgendwie fehlte mir das Polaroidgefühl doch. Lediglich auf zwei Tischen wurden unter Glasplatte ein paar originale Polaroidaufnahmen hingelegt.

Helmut Newton
Stern
St. Tropez 1978
Polaroid
© Helmut Newton Estate
 

Genutzt hat er den Bildern nach eine Mittelformat-Kamera mit Polaroid-Back, eine Trennfilmkamera und eine Instantkamera. Was mir gefehlt hat waren die Kameras selber. Diese sind zwar unten in der normalen und dauerhaften Ausstellung im Erdgeschoss dann doch zu finden in Form einer Hasselblad 500, einer ProCam und einen SX-70, aber ich hätte mir diese thematisch zu dieser Ausstellung gewüncht, denn Polaroids sind nicht nur die Bilder selber, sondern auch das Handwerkszeug und auch vielleicht Aufnahmen von Newton selber, wie er mit Polaroid fotografiert.

Helmut Newton
Yves Saint Laurent
Paris 1991
Polaroid
© Helmut Newton Estate
 

Die Bilder sind durchaus interessant, manche kennt man auch in ähnlicher Form natürlich von seinen "normalen" Bildern. Wer den Style mag wird sich auch in den Fotografien hier wiederfinden. Ich finde sie grandios und ich muss gestehen, dass mir diese Ausstellung durchaus gefallen hat, auch wenn nicht alles perfekt war. Die Präsentation auf Plexiglasplatte aufgezogen ohne Rahmen empfand ich beispielsweise als etwas lieblos.

Kritisch setzt sich auch das Kulturradio Berlin mit der Ausstellung auseinander:

Dann kommt noch hinzu, dass die Ausstellungsmacher damit werben, dass das Polaroids mit Randbemerkungen des Fotografen versehen seien. Wie "interessant und aufschlussreich" diese seien. Davon kann ich eine Kostprobe geben: Ein Polaroid zeigt die Schauspielerin: Anita Ekberg, sie war das Sexsymbol der 50er und 60er Jahre. Zu lesen ist: "Anita Ekberg schaut über ihre Gartenmauer. 1988". Also, ich hab schon "interessantere" Kommentare von Künstlern gelesen.

Helmut Newton
Paris Match
Monte Carlo 1985
Polaroid
© Helmut Newton Estate
 

Ganz unrecht hat das Kulturradio Berlin, denn man muss als Museum nicht jede Notiz von Newton derart zwanghaft bejubeln, aber wenn man diese Bemerkungen einfach wegläßt, ist die Ausstellung doch eine der guten Ausstellungen, die ich empfehlen kann. Die 8 Euro Eintritt sind es sicherlich wert.

Zum Schluss gibt es zu dem Museum für Fotografie auch ein paar kritische Worte: Im Gegensatz zur Galerie CAMERA WORK, die ich letztens besucht habe, wird im Helmut Newton Museum sehr viel Wert auf Kontrolle gelegt. Fotografieren ist strikt verboten, was ich im Museum für Fotografie irgendwie nicht verstehen kann. An jeder Ecke stehen Wärter, die kontrollieren, ob auch wirklich keine Kamera gezückt wird. Ob es nötig ist kann ich nicht sagen, aber bei anderen Galerien scheint es auch anders zu funktionieren. Ich jedenfalls fühle mich nicht so richtig wohl, wenn immer ein Bewacher hinter mir steht und schaut was ich mache (und ich mache bestimmt nichts was schaden anrichtet). Auch beim Einlass und bei der Kasse war man nicht besonders freundlich. Hier sollte sich die Stiftung mal ein Beispiel an anderen Häusern nehmen. Denn solche soft-facts beeinflussen schnell das Empfinden, ob mal als Besucher willkommen ist oder eher nicht. Ich finde es schade, denn das hat das Museum nicht verdient. 

Hier noch die allgemeinen Daten:

Ausstellung
"Helmut Newton Polaroid"
Museum für Fotografie
Jebensstraße 2
10623 Berlin
www.helmut-newton.de

Öffnungszeiten
10. Juni bis 20. November
Dienstag bis Sonntag 10 – 18 Uhr, Donnerstag 10 – 22 Uhr
Eintritt: 8 Euro

Firmware-Update für Canon 5D Mk2

18. Juni 2011 Keine Kommentare

Vielleicht ist es ja für den einen oder anderen von Euch interessant und doch noch nicht bekannt, da das Thema irgendwie kaum besprochen wird: Für die Canon 5D MK2 gibt es seit Ende Mai ein Firmwareupdate auf die Version 2.09.

Folgende Änderungen und Fehlerbehebungen sind eingeflossen (lt. Canon Homepage):

  1. Höhere Lese-/Schreibgeschwindigkeit mit UDMA 7-kompatiblen CF-Karten.
  2. Behebt das Problem, dass die IS-Funktion nicht verfügbar ist, wenn die persönliche Funktion C.Fn III-2 auf [5: IS-Start] eingestellt wurde und das angebrachte Objektiv nicht über eine AF-Stopptaste verfügt. Dies ist darauf zurückzuführen, dass mit der persönlichen Funktion C.Fn III-2 der IS-Start der AF-Stopptaste auf dem Objektiv zugewiesen werden kann.
  3. Orthografiefehler auf den Menüanzeigen in Arabisch, Portugiesisch, Spanisch und Thailändisch.

Sicherlich sind das kleine Updates, aber bereits Punkt 1 scheint mir Grund genug für ein Update. Das Update ist zu finden auf der Canon-Homepage und ist für Mac und Windows getrennt.

Herb Ritts – Ausstellung bei CAMERA WORK in Berlin

15. Mai 2011 1 Kommentar

Heute möchte ich von einer Fotoausstellung berichten, von der ich echt begeistert bin und die es sich lohnt, zu besuchen. Ich war am Wochenende in Berlin und bin am Eröffnungstag zur Ausstellung der Fotografien von Herb Ritts gegangen. Die Ausstellung ist in der Galerie CAMERA WORK in Berlin zu sehen, und zwar vom 14. Mai 2011 bis 02. Juli 2011.

Herb Ritts war ein US-amerikanischer Fotograf, der 1952 in Los Angeles geboren und vor neu Jahren am 26. Dezember 2002 an einer Lungenentzündung in Kombination mit einer HIV-Erkrankung starb. Er arbeitete als Mode-, Celebrity-, Porträt- und Aktphotograph – der überwiegende Teil seiner Arbeiten sind klassische Schwarz-Weiß-Aufnahmen.

Seine Arbeiten sind inzwischen weltberühmt. Herb Ritts erlang innerhalb kürzester Zeit Legendenstatus mit seinen zunächst privaten Aufnahmen des jungen Richard Gere beim Reifenwechsel. Es folgten Fotos von Jack Nicholson als Joker, Madonna mit provokantem Griff in ihren Schritt, sowie Portraits von Mick Jagger, Dustin Hoffman, David Bowie, Philip Seymour Hoffman, Laetitia Casta und Cindy Crawford. Er hat mit seinen Modestrecken in den 1980er und 1990er Jahren entschieden die Ästhetik von Zeitschriften wie Vogue, Harpers Bazaar oder Interview geprägt. Seine Werbekampagnen für Unternehmen wie Calvin Klein, Armani oder Gap sind ebenfalls bekannt.

 

Die Bilder sind richtig gut und es macht Spass, sich diese in Ruhe anzusehen. Obwohl es schon einige sind, hat man das Gefühl, es könnten noch mehr sein. Das ist im Gegensatz zu vielen anderen Ausstellungen, bei denen man am Ende immer schneller durchläuft, hier anders. Man ist von Anfang bis Ende in den Bann der Fotos gezogen.

Die Bilder sind, wie schon gesagt, in der Galerie CAMERA WORK anzusehen, der Eintritt ist – erstaunlicherweise – frei. Die Galerie liegt an der Kantstrasse gegenüber dem stilwerk. Sie ist durch eine Hofeinfahrt zu erreichen, denn Sie liegt in einem schön renovierten Hinterhaus. Eine wunderschöne Galerie über zwei Etagen mit hohen Decken und grossen Fenstern. Die Bilder sind schön präsentiert, es herrscht eine angenehme Atmosphäre ohne aufdringliche Wärter, die einen wegen allem möglichen nerven. Die Bilder sind zu kaufen und fangen bei 3.000 Euro für die kleinen Motive an und gehen bis weit über 20.000 Euro. Wer also das nötige Kleingeld hat, der wird hier sicherlich fündig. Ich hätte mir gerne das Auto vollgeladen, habe es aber mit dem  Ausstellungsposter bewenden lassen.  Aber so hab ich wenigstens das Gefühl, etwas Gutes getan zu haben, da der Eintritt ja schon nichts gekostet hat. Die Galerie ist jeden Dienstag bis Samstag von 11:00 – 18:00 Uhr geöffnet.

Als Fazit bekommt diese Ausstellung meine absolute Empfehlung – wer in Berlin ist und da nicht vorbei schaut ist selber Schuld. Allen anderen wünsche ich viel Spass in der Ausstellung. Ich hoffe sie gefällt Euch genauso gut wie mir. Wer da war kann ja mal einen Kommentar unter diesem Beitrag posten, wie es war.

Lighting-Tutorial 1: Fashion-Fotos mit hartem Licht

30. April 2011 2 Kommentare

Nach einer ganzen Menge Tipps & Tricks, Infos zu TV-Sendungen, Hardwaretests und sonstigen Themen rund um die Fotografie auf diesem Blog gibt es diesmal etwas neues: Ich möchte Euch zu einem meiner letzten Bilder ein kurzes "Making Of" geben – zwar nicht so schön wie beim Martin Krolop mit Video, aber ich denke, dass es doch auch so gut nachzuvollziehen ist.

Ich hatte mich mit Steven, einem befreundeten Fotografen verabredet, um zusammen mit dem Model Lia  und unserer Visagistin Eliana Fotos in unserem Fotostudio zu machen.

Es wurde ein langer, lustiger Tag. Die folgende Aufnahme entstand ganz am Schluss, wo alle Beteiligten schon deutlich müde waren und sich dann doch noch für die letzten Aufnahmen "aufgerafft" haben.

Ich finde, es hat sich gelohnt, nicht vorzeitig aufzuhören, sondern weiterzumachen, und bestätigt meine Erfahrung, dass die Aufnahmen am Schluss immer die Besten sind, weil man dann "im Fluss" ist, während man sich am Anfang erst warm arbeiten und locker werden muss (gilt für alle Beteiligten). Darum fange ich auch mit den besten Ideen nicht gleich am Anfang an.

Ziel bei diesem Bild war es, eine Fashionaufnahme mit starken Schatten im Hintergrund zu erstellen. Lia und das Kleid waren fantastisch dafür geeignet – so wurde Lia vor eine weiße Wand im Studio positioniert.

Hartes Licht erzeugt harte Schatten und hohe Kontraste – also genau das was wir haben wollten. Hartes Licht ist zwar nicht unbedingt ideal für Beautyaufnahmen, da jede Falte und jede Hautunreinheit verstärkt wird, aber für Fashion-Aufnahmen ist es umso mehr geeignet, da es modeliert und so zum Beispiel die Kleidung besonders betont.

Die Härte des Lichts hängt von der Größe der Lichtquelle und ihrer Entfernung ab. Hartes Licht bedeutet also eine möglichst punktförmige Lichtquelle und einen recht großen Abstand. Im Studio können solche Lichtsituationen mit Blitzgeräten nachgestellt werden, indem mit kleinen Reflektoren ohne sonstige Lichtformer wie Softboxen oder Schirmen gearbeitet wird.

Der Blitzkopf wurde also weit weg gestellt und mit einem kleinen 7" Reflektor versehen. Das erste Bild entsprach aber bei weitem nicht meinen Vorstellungen, da der Schatten nicht die harte Kontur hatte, wie ich es haben wollte. Er war einfach zu verschwommen. Leider habe ich kein Bild mehr davon, die Ursache war aber schnell ausgemacht. Das Schattenbild wurde vom Hensel-Reflektor verursacht, da die silberne Oberfläche des Reflektors aufgerauht und nicht glatt ist. Das hat zur Folge hat, dass aus der einen Lichtquelle des Blitzkopfes viele kleine neue Lichtquellen werden, da das Licht an der Oberfläche gebrochen wird. Und diese vielen Lichtquellen sind "Schuld" für die verschwommene Schattenkante. Hier mal ein Bild der Oberfläche eines Elinchrom-Reflektors zur Veranschaulichung, die des Hensel-Reflektors sieht aber ähnlich aus:


 

Ein Hensel Starspot, der für genau diesen Einsatzzweck gemacht ist, hatten wir nicht zur Verfügung. Um aber das Bild trotzdem auf den Sensor zu brennen, mussten wir improvisieren. Wir haben den Reflektor entfernt und den Blitzkopf "ohne alles" als Lichtquelle verwendet. Um Streulicht zu vermeiden, da der Blitzkopf ja jetzt Freitag und nach allen Richtungen strahlte, wurden noch Abschatter so aufgestellt, so dass das Licht ausschließlich auf das Model fiel.

So sah der Studioaufbau dann aus:


 

Das war schon alles. Die Bilder waren schnell auf der Speicherkarte. Minimale Beautyretusche und Umwandlung in s/w und fertig.

Hier noch die Kameraeinstellungen:

Verschlusszeit 1/160s
Blende 14
Brennweite 70mm
ISO 200
Kamera Nikon D700

Ich hoffe, dieser Exkurs hat Euch gefallen. Ich bin auf Euer Feedback gespannt.

 

Alte Möhrchen – Meine Polaroid-Kameras

25. April 2011 2 Kommentare

Nachdem ich gestern eine schöne "neue" Polaroid Propack geschenkt bekam (mehr von der Kamera in einem der folgenden Posts), habe ich den Ostermontag genutzt, um mal alle meine Polaroidkameras auf einmal abzulichten. 

Ui, ganz schön viele. Was ist denn da genau zu sehen?

Hintere Reihe (von links nach rechts):
Polaroid 500, Polaroid 1000 mit rotem Knopf, Polaroid 1000 mit rotem Knopf, Polaroid 1000 mit grünen Knopf, Polaroid 2000, Polaroid 3500 mit Blitz 2390 Polaroid 220

Mittlere Reihe (von links nach rechts):
Polaroid SX-70 Land Camera Sonar OneStep, Polaroid SX-70 Land Camera SuperColor Autofocus Model 2 mit Blitz Polatronic, Polaroid SX-70 Land Camera, Polaroid Image Pro, Polaroid Image System SE, Polaroid Image 2, Hasselblack Polaroid Back für V-Modelle (500, …)

Vordere Reihe (von links nach rechts):
Polaroid Pinhole 100, Polaroid 600SE, Polaroid ProPack mit ProFlash, Polaroid Image 2, Polaroid One 600 Classic

Alle Kameras funktionieren, sind alle in sehr gutem Zustand und Filme gibt es für diese Modelle auch noch alle, nämlich von Impossible Project oder von Fuji.

Mehr Kameras werden es nicht werden, denn sonst müsste ich anbauen. Wenn natürlich ein besonderes Modell mir über den Weg läuft, werde ich da auch schwach werden, klar. Aber mit den Kameras decke ich alle Filme ab, die es noch zu kaufen gibt.

Viele der Kameras habe ich für 1-2 Euro auf ebay ersteigert, einige habe ich von meinem Vater übernommen, ein paar habe ich geschenkt bekommen. Es ist also bezahlbar sich ein wenig mit den Kameras einzudecken.Lediglich die 600SE und die SX-70-Modelle sind ganz schön teuer geworden inzwischen.

So, jetzt gehts bei dem schönen Wetter in den Biergarten. Wer von Euch hat noch eine alte Polaroid im Schrank, wer nutzt sie von Euch?

Ich wünsche Euch noch einen schönen erholsamen Ostermontag.

Follow Friday #3- Marc Wallace

22. April 2011 Keine Kommentare

Heute ist wieder Follow Friday. So langsam gewöhnt man sich dran – ich hoffe ihr habt genausoviel Spass dabei wie ich.

Ich möchte Euch heute ein sehr interessantes Video von Marc Wallace, einem Fotografen aus Phoenix, Arizona, ans Herz legen, in dem für den noch nicht so erfahrenen Studiofotografen 7 verhältnismäßig einfache Lichtsetups auf verständliche Weise erklärt. Das Video ist kurzweilig gemacht und man lernt noch beim Ansehen. Ich kann es nur empfehlen. Einziger Wermutstropfen – es ist auf Englisch, aber das dürfte für die meisten von Euch zu verkraften sein. Also viel Spass beim Ansehen.

Pinhole Photograpy Day – Weltweiter Tag der Lochkamera 2011

20. April 2011 Keine Kommentare

Am letztem Sonntag im April, de, 24. April 2011, ist es wieder soweit – der internationale "Pinhole Photograpy Day" feiert Lochkamera als Kunstform.

Wie jedes Jahr seit 2001 ist es das Ziel, mit der Urform einer Kamera Fotos aufzunehmen. Gelungene Exemplare können dann auf der Webseite www.pinholeday.org zu präsentieren. Wenn Ihr mitmachen wollt und an einer eigenen Lochkamera interessiert seid, dann gibt es einen heißen Tipp: Auf der Webseite von Corbis findet Ihr verschiedene Lochkameras zum Selberbauen.

 

 

Die Anleitungen sind im PDF-Format und beinhalten eine Druckvorlage sowie Bastelanweisungen.

 

 

Wer noch weitere Infos braucht, wird hier fündig:

Lochkamera Weblog

Wikipedia zur Lochkamera

Dieters Lochkameraseite – Die Lochkamera.de

 

Viel Spass beim Basteln und Mitmachen …

Analoge Spiegelreflexkamera gesucht und gefunden

17. April 2011 7 Kommentare

Neben meiner Hasselblad mit 120er Rollenfilm war ich schon länger auf der Suche nach einer alten Kleinbild-Kamera, die man auch mal eben so mitnehmen könnte. Am liebsten hätte ich natürlich eine Leica M6, aber das ist preislich nicht sinnvoll (vielleicht später mal, aber derzeit noch nicht). Also suche ich was bezahlbares aus dem ehemaligen Profi-/Semiprofi-Segment wie Canon A1, Canon F1, Nikon F2n, Nikon F3(HP). Die Nikon F3 wäre mein Traum, alle anderen vorgenannten Modelle und Marken aber ebenfalls mehr als gut.

Einen AutoFocus brauche ich nicht zwingend, die Kamera soll auch nicht wie eine neue moderne SLR aussehen wie die letzten analogen Spiegelreflexkameras, sondern ruhig richtig "old school", eckig und aus Metall. Der Body soll im sehr guten Zustand (ja, ich bin sehr pingelig) zwischen 150 und allerallerhöchstens 300 Euro kosten.

So machte ich mich auf die Suche, bei ebay, bei diversen Fotobörsen im Internet, bei verschiedenen Gebrauchthändlern, auch im Internet. Preislich und auch zustandsmäßig war eher Ernüchterung angesagt. Entweder waren die Kameras total runtergerockt oder preislich völlig unattraktiv. Kein Wunder, da der Markt an neuwertigen Kameras fast leergefegt ist. Besonders die F3 war mit 500 Euro bis 800 Euro für neuartige Modelle im Bereich der Fantasiepreise. Für diese Preise bleiben die zwar liegen wie sauer Bier, aber die Verkäufer träumen halt vom kommenden Analoghype. Sollen sie halt, die Suche lief weiter.

Und dann habe ich doch eine richtig schöne Canon A1 gefunden bei ebay – in nahezu neuwertigem Zustand und mit dem Canon FD 50mm 1:1.4 S.S.C. Objektiv, in genau so einem fantastischem Zustand. Preislich absolut in Ordnung, der Body sogar deutlich unter meinem angenommen unteren Preisrahmen, was mich sehr erfreute. 3 .. 2 .. 1 .. meins – gekauft. Die Kamera kam an, sie ist wirklich toll und genau das was ich gesucht habe. Das Kapitel Nikon F3 war damit zur Seite gelegt.

Die kleine Geschichte könnte hier enden, wenn ja wenn …

Letzte Tage gehe ich zu meinem Fotohändler, weil ich einen Film kaufen wollte für meine Canon A1 zum Testen. Der Laden hat auch eine große Gebrauchtecke mit dutzenden von Kameras. Ein Kollege aus der Firma erzählte mir, dass man da auch gut analoge Kameras kaufen könnte (was ich mir kaum vorstellen konnte, weil die sonst eher nicht sonderlich günstig sind) und ich machte mir den Spass dort mal vorbeizugehen und zu schauen. Eine F3 war nicht zu sehen aber ich wurde angesprochen, ob mir zu helfen sei. Naja, Preise sondieren macht Spass und so frage ich den Verkäufer nach einer F3 – ob er überhaupt eine da hätte und wie die so preislich liegen. Ich erwartete stark gebrauchte Exemplare und eher gehobene Preise.

Der Verkäufer greift hinter sich, zieht eine F3 mit MD-4 Motordrive aus dem Regal. Ich schaue, staune, bin platt. Neu, ohne jegliche Gebrauchsspur, was ein schönes Paar mit dem Motordrive. Sie hat nach Aussage des Verkäufers einem alten Herren gehört, der wird das Dingen wohl kaum oder gar nicht benutzt haben wird. Ich frage nach dem Preis, will schon wieder gehen, höre einmal, höre zweimal, staune noch mehr. Ein endlich mal realistischer Preis – wahrlich nicht billig, aber fair. Gerade dort hatte ich mit einem anderen Preis gerechnet. Und dann ist die F3 noch mit einem Jahr Garantie. Ein nagelneuer Gurt und eine Anleitung runden das Paket auch noch ab. Ich schlage zu, packe die F3 ein und zahle. So eine Gelegenheit und so eine Kamera kommt so schnell nicht wieder.

Zu Hause Batterien eingelegt, Film eingelegt (Kodak Tmax 400) und die F3 läuft wie am ersten Tag. Lt. Seriennummer muss sie aus Ende 1981 sein, also fast 30 Jahre alt. Ich bin gespannt welche Kamera aus 2011 noch in 2041 funktioniert.

Tja, was soll ich sagen, hier sind sie:

Was lernt man daraus: Auch in Zeiten von Internet und ebay kann gerade bei der Suche von Gelegenheiten ein Besuch beim Fachhändler und Fotoladen um die Ecke sinnvoll sein. Ich bin ja sowohl bei ebay als auch beim Fotohändler fündig geworden und habe mit beiden Kameras richtig tolle Stücke abgestaubt. Ergo sollte man alle Quellen nutzen.

Jetzt stellt sich die Frage: Brauche ich zwei Kameras. Die Antwort ist natürlich nein. Mit der Nikon F3 hat die Canon A1 schnell einen echten Konkurrenten bekommen, denn die F3 war immer meinn Traum. Also A1 verkaufen? Ich weiss es nicht,  aber im Augenblick spricht vieles dagegen. Denn bei dem gezahlten Preis und dem guten Zustand wäre es viel zu schade. Also wird sie erst mal bleiben …

Mit welcher analogen (Kleinbild-)Kamera fotografiert ihr? Was ist Eure Traumkamera? Ich bin sehr gespannt.

TV-Tipp: “Mein Leben – Peter Lindbergh” auf arte

12. April 2011 3 Kommentare

Wieder ein TV-Tipp, wieder eine Dokumentation über einen tollen Fotografen auf Arte. Und diesmal handelt es sich um niemand geringeres als Peter Lindbergh!

Mein Leben – Peter Lindbergh
(Deutschland, Frankreich, 2007, 43 min)
Regie: Werner Raeune

Arte beschreibt die Reportage so (Auszug):

"Peter Lindbergh, in Duisburg aufgewachsen und seit über 20 Jahren in Paris ansässig, gehört zu den besten und begehrtesten Mode- und Lifestylefotografen der Welt. Mit seiner Schnappschussästhetik, einer unterkühlten Sinnlichkeit und dem Gefühl für den richtigen Augenblick, hat der Arbeitersohn Schauspieler und Laufstegschönheiten zu Ikonen unserer Zeit erhoben.

(…)

Seit 1990 begleitet der Autor Werner Raeune das Schaffen Lindberghs. Immer wieder war er mit seiner Kamera bei Shootings dabei, unter anderem mit Nadja Auermann, Linda Evangelista oder Claudia Schiffer. In "Mein Leben – Peter Lindbergh" erzählt der Fotograf über sein Leben und berichtet außerdem, wie er entdeckt wurde, was ihn an Frauen interessiert, wie sich die Fotografie und vor allem seine Einstellung zur Schönheit verändert hat."

Es gibt leider keine Gelegenheit mehr, die Sendung im TV zu sehen, dafür aber noch ein paar Tage auf Arte+7 online:

http://videos.arte.tv/de/videos/mein_leben_peter_lindbergh-3817708.html

Lasst es Euch nicht entgehen. Es lohnt sich für jeden, der Fotografie mag.

Analogfilm-Kassensturz

2. April 2011 1 Kommentar

Ich habe ja schon gesagt, dass ich neben der digitalen Fotografie auch noch gerne analog fotografiere. Heute habe ich mal alle meine Filme auf einen Haufen gelegt und bin echt erstaunt, was sich so alles angesammelt hat:

  • Fuji Trennfilme s/w und Farbe (matt und glänzend)
  • orig. Polaroid Trennfilme
  • orig. Polaroid Filme für Image/Spectra-Kameras
  • orig. Polaroid Artistik Film
  • Filme von Impossible Projekt
  • 120er Rollenfilme von Kodak (Tmax 400 und Portra 400)

Und nein, ich verkaufe nichts :) – ganz im Gegenteil werde ich eher noch ein paar Filme auf Lager legen, denn viele Sachen sind nur noch schwer zu bekommen und die Preise steigen und steigen. Und gut gekühlt im Kühlschrank überdauern die Filme auch Jahre und sind immer noch brauchbar.

Wer von Euch hat auch noch alte Filmbestände? Wer mag analoge Fotografie genau so wie ich – dann hinterlasst einen Kommentar. Ich bin gespannt.