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Genug Speicherplatz für Fotografen – DROBO 5D Performance Test

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Speicherplatz ist ungemein wichtig als Fotograf und man kann nicht genug davon haben. Umso besser, wenn dieser auch noch flott angebunden ist und zudem mittels RAID-Technologie gegen Festplattendefekt geschützt ist. Thunderbolt ist mittlerweile an fast allen Apple-Rechnern (außer Mac Pro) vorhanden und ermöglicht so eine besonders schnelle Anbindung von externen Speicherlösungen.

Jetzt hat auch Data Robotics sein erstes Thunderbolt-Produkt auf den Markt gebracht. Der Drobo 5D vereint die bekannten Vorzüge eines Drobo (BeyondRAID-Technologie) mit der Geschwindigkeit von Thunderbolt. Grund genug, sich diesen mal in einem Benchmark anzusehen und ggf. in die engere Wahl zu ziehen bei einer möglichen Neuanschaffung.

Un zu sehen, was man vom Drobo 5D erwarten kann, wurde dieser einem ersten Test unterzogen.

Test System: 15″ Macbook Pro mit Retina Display, 2,3 GHz, 16 GB RAM.

Drobo Konfigurationen (alle über Thunderbolt angebunden):

  • Drobo 3 HDD: 3x Seagate Constellaton ES 2 TB
  • Drobo 5 HDD: 5x Seagate Constellaton ES 2 TB
  • Drobo 5 HDD DDR: 5x Seagate Constellaton ES 2 TB, Dual Drive Redundancy Modus

Als Vergleichsysteme wurden beim Test herangezogen:

  • rMBP SSD: Interne 256 GB Apple SSD
  • Pegasus R6: Promise Pegasus RAID R6, 5x Hitachi HDS72302 2 TB HDD konfiguriert als RAID 5

Die Tests wurden mit Unterstützung von Rob-ART von Barefeats durchgeführt. Diese Benchmark-Seite für den Mac ist immer einen Blick wert!

Zuerst wurden Tests mit Quickbench 4.0 durchgeführt:

drobo_quickbench

Das Promise Pegasus RAID ist das schnellste System im Benchmark in allen Einzeltests. Der Drobo macht eine gute Figur, besonders bei größeren Datenpaketen. Bei kleineren ist die Performance hingegen schwächer. Auffällig und zugleich unerklärlich ist der deutliche Einbruch der Lese-Geschwindigkeit ab 512kB. Darunter ist die Performance bei allen Drobo-Konfigurationen ähnlich, ab 512kB unterscheiden sich die Konfigurationen erheblich. Beim Schrieben kann ähnliches, aber in nicht ganz so ausgeprägter Form wiedergefunden werden.

Das Duplizieren von Dateien gibt einen guten Anhalt für die Alltags-Performance:

drobo_duplicate

Hier zeigt die SSD ihre Stärke. Der Drobo liegt auf dem Niveau des Pegasus RAID, bricht allerdings im Dual Disk Redundancy Modus wieder deutlich ein. Hier muss erweiterte Sicherheit gegen Performanceverlust abgewogen werden.

Auf Anraten von Rob-ART haben wir noch einen ”custom sequential test” mit Quickbench durchgeführt:

drobo_quickbench2

Wieder ist das Pegasus RAID das schnellste System. Zwischen der Drobo mit 3 und 5 HDDs ist kein Unterschied zu erkennen, aber wieder ist ein Performance-Verlust im DDR Mode sichtbar.

Fazit:

Der Drobo 5D (ca. EUR 900,- ohne Festplatten) liefert eine sehr gute Geschwindigkeit, insbesondere im Vergleich zu anderen Drobo-Modellen, bei denen die Gigabit-Ethernet-Schnittstelle der Flaschenhals ist.

Das Pegasus RAID (ca. EUR 2000,- mit 6x 2 TB Festplatten) zeigt, was aktuell mit Thunderbolt möglich ist. Allerdings bietet der Drobo andere Vorteile: Mit der BeyondRAID Technologie kann man Festplatten verschiedener Größen und Hersteller in einem Gerät mischen, und die Kapazität bei Bedarf einfach durch Austausch gegen eine größere Plattenkapazität erweitern. Dies kann das Pegasus RAID mit seinem starren RAID5 nicht bieten. Einzig das merkwürdige Verhalten beim 512kB sequenziellen Lesen ist unerklärlich – hoffentlich gibt es hierzu ein Firmwareupdate zur Problembehebung.

Die flotte Geschwindigkeit gepaart mit der Flexibilität der BeyondRAID Technologie macht Drobo zu einer gelungenen externen Speicherlösung, gerade für Fotografen, die viel Speicherplatz für ihre Bilder benötigen und zudem Sicherheit gegen Festplattenausfall.

Die Tests erfolgten in Zusammenarbeit mit mazorama.de

 

ENGLISH VERSION

Big external storage for photographers - DROBO 5D Benchmark

 

Big external storage is always needed by photographers. Thunderbolt, which is included in recent Mac models, provides a fast connection to external storage solutions.

Recently, a new product became available from Data Robotics, the Drobo 5D. With Thunderbolt and USB3 ports, it combines the well-known advantages of the Drobo BeyondRAID technology with the speed of Thunderbolt. We put the Drobo 5D to a quick test to get a first impression of its capabilities.

Test system: 15″ Macbook Pro with Retina Display, 2.3 GHz, 16 GB RAM, OSX 10.8.2

Drobo configurations (all connected via Thunderbolt):

  • Drobo 3 HDD: 3x Seagate Constellaton ES 2 TB
  • Drobo 5 HDD: 5x Seagate Constellaton ES 2 TB
  • Drobo 5 HDD DDR: 5x Seagate Constellaton ES 2 TB, Dual Drive Redundancy Mode

The Drobo was reset and reformatted for each configuration change.

For comparison:

  • rMBP SSD: Internal 256 GB Apple SSD
  • Pegasus R6: Promise Pegasus RAID R6, 5x Hitachi HDS72302 2 TB HDD as RAID 5 (one spare drive) connected via Thunderbolt.

Tests were conducted with advice from Rob-ART at Barefeats. Check our his excellent and comprehensive Mac benchmarking site!

We first performed read and write tests with Quickbench 4.0:

drobo_quickbench

Here, the Pegasus RAID R6 shines with high values in all tests. The Drobo performs well, especially with high transfer sizes. However, performance with smaller transfer sizes is lower. The Drobo offers the option to put an mSATA-SSD into the Drobo as cache drive. This might improve performance for smaller transfer sizes, but we did not have an mSATA-SSD to test this

Some observations: There is a strange performance dip with 512 kB sequential reads for the Drobo. Below that point, all Drobo configurations perform the same. Starting with 512 kB, we see them diverging, with the 5 HDD Drobo without Dual Disk Redundancy being the fastest. Something similar can be seen for random writes, were performance diverges at 512 kB. This time, the 3 HDD configuration seems to be the fastest.

Next, we looked at file duplicate performance, which gives a good estimate for everyday work performance:

drobo_duplicate

Here, the SSD outperforms all contenders. The Drobo in single redundancy mode is on par with the Pegasus RAID. Only in Dual Disk Redundancy mode, the Drobo exhibits a significant performance hit. It seems you have to decide between maximum performance and additional protection against drive failure.

After getting advice from Rob-ART, we also performed a custom sequential test within Quickbench:

drobo_quickbench2

Again, the Pegasus RAID takes the performance crown. There is no difference between a Drobo with 3 or 5 HDDs, but again, a performance drop can be seen in DDR mode.

Conclusion:

The Drobo 5D performs very well, especially in comparison with its predecessors, which were limited by their Gigabit-Ethernet connection. The Pegasus RAID is the perfomance king among external storage solutions, however the Drobo has other benefits: With its BeyondRAID technology, you can mix drives and expand the storage capacity more or less on the fly. Something the more traditional Pegasus RAID 5 configuration cannot do. The only question mark at the moment is the somewhat strange behavior at 512 kB sequential read. Perhaps a software fix will be able to deal with that.

Given its current street price of around 900 EUR, the Drobo is a tempting product for photographers with a need for big, fast and reliable storage.

Tests in collaboration with mazorama.de.

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Über den Autor
Marco (mazorama.de)
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Für die Videosparte des Blogs zuständig. Dazu eine Prise IT obendrauf.

3 Kommentare

Rico Neitzel

2013-03-01 19:49:40 Antworten

Das wichtigste, egal welches System man nutzt: Server-Grade Platten kaufen. Die kosten zwar das Doppelte, aber dann holt man aus allen Systemen wirklich das LETZTE raus. Gerade “Grüne” Platten machen nur Ärger und bremsen wo es nur geht.

Danke für den coolen Artikel. Vllt sollte ich das DroboS nun doch mal langsam tauschen …

Martin Muheim

2013-04-09 10:06:36 Antworten

Habt ihr auch einen Geschwindigkeitstest mit der optionalen SSD-Erweiterung (mSATA-SSD) des Drobo 5D durchgeführt?
Wäre spannend zu wissen, wie viel dies bringt.

Marco (mazorama.de)

2013-04-11 14:46:50 Antworten

@martin: Nein, haben wir leider nicht getestet. Sobald ich mal eine passende SSD in die Finger bekomme, kann ich das mal anschauen.

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