Archiv

Archiv für Februar, 2012

Making-Of-Video: Shooting für eine Hamburger Uhrenmarke

27. Februar 2012 Keine Kommentare

Heute gibt es nur wenig Worte, dafür gibt es mehr zum Sehen. Folgendes Video gibt einen kleinen Einblick hinter die Kulissen eines Fotoshootings bei mir. Ich hoffe es gefällt. Die fertigen Bilder nicht nur im Video gibt es dann in Kürze.

 

Buchbesprechung: „Modelfotograf werden“ – Ein Ratgeber für Einsteiger

11. Februar 2012 Keine Kommentare

Gleich hinter der Vorstellung des Buches "Biete Visionen" gibt es wieder eine interessante Buchvorstellung: „Modelfotograf werden“ von Jamari Lior. Auch hier dreht sich vieles um den Werdegag eines Fotografen, wenn auch auf einem anderen Level. Aber dazu gleich mehr.

Bei diesem Buch bin ich als erstes über den Titel gestolpert: "Modelfotograf werden". Modelfotograf – was ist denn das? Was macht der? Portrait, Beauty, Akt oder gar Mode/Fashion? Ich finde den Begriff ehrlich gesagt sehr unglücklich, sagt er doch gar nichts aus über das was man fotografieren möchte bzw. über was das Buch ist. Und in der Regel fotografiert man als Profi keine Models, sondern Produkte, die von den Models präsentiert werden. Da sind die Models oft Mittel zum Zweck. Ausnahmen, beispielsweise bei freien Arbeiten, bestätigen die Regel.

Schaut man sich die Intention des Buches an, weiß man auch, warum das ganze so aufgezogen wird. Das Buch richtet sich eher in Richtung Anfänger, denen die Grundlagen für solche Shootings vermittelt werden sollen. Und gerade am Anfang ist das Model bzw. der Umgang mit dem Model erst mal der Hauptfokus und nicht die Produkte oder der Geld bringende Auftrag.

Für die Gruppe der Anfänger ist eine Hilfe in Form eines solchen Buches ideal. Und wenn man mal einen Blick in die verschiedenen Model- und Fotografenplattformen wie z. B. die Model-Kartei wirft, merkt man, dass es immer mehr Menschen gibt, die sich mit dem Thema auseinandersetzen. Trotzdem schaut es auf dem Buchmarkt eher mau aus und das Buch ist in dieser Art aus meiner Sicht einzigartig.

Wer Jamari Liors Arbeiten kennt oder sie schon mal auf einer Veranstaltung gesehen hat, weiß, dass Jamari Lior extrem schöne Aufnahmen macht und auch eine Meisterin der Bildbearbeitung ist. Sie kennt das Geschäft als Model und weiss von daher genau, was man machen muss, um gute Fotos zu bekommen. Da sie beide Seiten kennt, kann sie auch von beiden Seiten für beide Seiten sprechen. Und das kommt dem Buch zu gute.

Zum Inhalt:
Der Einstieg ist auf Anfängerlevel: Die oben angesprochenen Shooting-Arten werden erklärt, das erste mal (Shooting) besprochen, Requisiten, Locations, Posing etc. werden thematisiert. In den hinteren Kapiteln geht es eher ums Business. Tipps werden gegeben zu Themen wie Künstlernamen und Praktikanten, das Thema der Präsentation (Webseiten, Visitenkarten etc.) wird ebenfalls angesprochen. Hier finde ich den Sprung in Richtung Profi zu groß. Keiner, der das Buch liest und vorne noch Anfänger ist wird am Ende ein Profi sein. Da gehören viel Übung, Übung und noch mehr Übung dazu. Und natürlich auch Talent. Trotzdem kann eine gute Webseite hilfreich sein, um Zugang zu besseren Models zu bekommen. Und ein Blick in die Zukunft kann ja auch am Anfang nicht schaden.

Abgerundet wird das Buch durch viele Bilder von Jamari Lior, die wirklich klasse sind und einen eigenen Style haben. Alleine für die Bilder lohnt sich, das Buch in die Hand zu nehmen. Und auch die Präsentation ist sehr gut. Hardcover, guter Druck und hohe Wertigkeit verleihen dem Buch das, was einem an ebooks so fehlt – eine wunderschöne Haptik.

Fazit
Für Einsteiger ist das Buch eine gute Anleitung. Das Buch wirklich klasse für alle, die sich mit dem Thema von Anfang an richtig auseinander setzen wollen. So ein Buch hat auf dem Markt einfach gefehlt und wird sicherlich seine Käufer finden unter den Fotografen, die mit hohem Anspruch anfangen und gleich vieles richtig machen wollen. Fortgeschrittene finden in dem Buch zwar eher weniger Infos, die noch nützlich sind, einen Blick riskieren sollte man aber trotzdem, alleine wegen der vielen ansprechenden Bilder in dem Buch.

Zum Schluss noch die wichtigsten Daten des Buchs:

Jamari Lior
Modelfotograf werden – Kommunizieren, Fotografieren, Präsentieren
Addison-Wesley, München
1. Auflage (April 2011)
ISBN: 978-3-8273-3006-2
Seiten: 224
Preis: 39,80 €
Link zu Amazon (Affiliate Link)

Buchbesprechung: “Biete Visionen” – Ein Leitfaden für den Weg in die Selbständigkeit

1. Februar 2012 2 Kommentare

"Biete Visionen" ist ein ganz exzellenter Titel für ein Buch und eine Empfehlung an alle, die sich als Fotograf selbständig machen wollen. Ich schaue gerne Christian Rachs "Restauranttester" und auch hier fällt immer wieder auf, dass man sich als hundertstes Lokal in einer Straße mit demselben Konzept nicht abhebt und es trotzdem immer wieder versucht wird. Um erfolgreich zu sein muss man etwas anders oder besser machen. Genau dasselbe gibt für Fotografen: Man muss anders und besser sein, um erfolgreich zu sein und um von den Kunden wahrgenommen zu werden.

Genau das sagt der Titel "Biete Visionen" aus dem Addison-Wesley-Verlag aus und der Autor David duChemin beschreibt in seinem Buch das „Leben und arbeiten als Profifotograf“ seine eigenen Erfahrungen. Es ist ein Guide für einen selbst, dem man folgen kann aber nicht muss. Man kann sich die Sachen herauspicken die einem gefallen und die einem nutzen. Es ist ein riesen Sammelsurium an Tipps und Tricks und ich behaupte, jeder findet in dem Buch etwas, was er gebrauchen kann.  Die Akquise, die Unternehmensführung inkl. Finanzen, die Gewinnung von neuen Kunden bzw. die Pflege von Bestandskunden, das Marketing und das eigene Verkaufen bis hin zum Business-Plan sind nur einige Themen, die abgehandelt werden. Aber Vorsicht! Es ist keine Step-by-Step-Anleitung zum Erfolg – dafür ist man immer noch selber zuständig.

Der Schreibstil ist kurzweilig und interessant. Es wird aber kein Blatt vor den Mund genommen. Wer erwartet, dass der Autor nur motiviert, der irrt. Der Autor desillusioniert zeitweilen auch und zeigt Fallstricke auf, die einem nicht immer schmecken mögen beim Lesen. Aber so wird man für das harte Leben als Berufsfotograf sensibilisiert und vorbereitet. Ein gutes Beispiel ist das eigene Logo. Hier weist der Autor darauf hin, dass ein gutes Logo richtig Geld kostet, man es selber besser nicht macht, sondern dass einem Profi überlässt. Dieses Geld muss man einfach in die Hand nehmen, weil das Logo nämlich für den späteren Erfolg oder Misserfolg entscheidend ist. Hier gespart wäre deshalb an falscher Stelle gespart. Das kann am Anfang des Unternehmens eine ungeplante und damit unangenehme Ausgabe sein, aber es ist eine sinnvolle, weil zukunftsweisende Investition. Wer diese Ratschläge befolgt wird dann auch motiviert, seine Sache durchzuziehen.

Zwischen den Kapiteln gibt es noch Interviews von bekannten Fotografen wie Joe McNally und Kevin Clark, wie deren Werdegang war und wie diese es geschafft haben, sich durchzusetzen. Sehr interessant und abwechslungsreich. Eine sehr gute Idee, wie ich finde, diesen Profis so zwischendurch über die Schulter zu schauen.

Fazit

Für mich ein sehr gutes Buch. Es ist eines der besten, die ich in der letzten Zeit gelesen habe. Wenn man aus dem Buch nur ein paar Punkte für seine Arbeit herausnehmen kann, haben sich die 39,80 Euro mehr als gelohnt. Schaut es Euch daher unbedingt mal an.

 Zum Schluss noch die Daten des Buchs:

David duChemin
Biete Visionen… Leben und arbeiten als Profifotograf
Addison-Wesley, München
1. Auflage (20. Mai 2010)
ISBN-10: 3827329604
ISBN-13: 978-3827329608
Gebundene Ausgabe, 272 Seiten
Link zu Amazon (Affiliate Link)