Buchbesprechung: „Modelfotograf werden“ – Ein Ratgeber für Einsteiger

11. Februar 2012 Keine Kommentare

Gleich hinter der Vorstellung des Buches "Biete Visionen" gibt es wieder eine interessante Buchvorstellung: „Modelfotograf werden“ von Jamari Lior. Auch hier dreht sich vieles um den Werdegag eines Fotografen, wenn auch auf einem anderen Level. Aber dazu gleich mehr.

Bei diesem Buch bin ich als erstes über den Titel gestolpert: "Modelfotograf werden". Modelfotograf – was ist denn das? Was macht der? Portrait, Beauty, Akt oder gar Mode/Fashion? Ich finde den Begriff ehrlich gesagt sehr unglücklich, sagt er doch gar nichts aus über das was man fotografieren möchte bzw. über was das Buch ist. Und in der Regel fotografiert man als Profi keine Models, sondern Produkte, die von den Models präsentiert werden. Da sind die Models oft Mittel zum Zweck. Ausnahmen, beispielsweise bei freien Arbeiten, bestätigen die Regel.

Schaut man sich die Intention des Buches an, weiß man auch, warum das ganze so aufgezogen wird. Das Buch richtet sich eher in Richtung Anfänger, denen die Grundlagen für solche Shootings vermittelt werden sollen. Und gerade am Anfang ist das Model bzw. der Umgang mit dem Model erst mal der Hauptfokus und nicht die Produkte oder der Geld bringende Auftrag.

Für die Gruppe der Anfänger ist eine Hilfe in Form eines solchen Buches ideal. Und wenn man mal einen Blick in die verschiedenen Model- und Fotografenplattformen wie z. B. die Model-Kartei wirft, merkt man, dass es immer mehr Menschen gibt, die sich mit dem Thema auseinandersetzen. Trotzdem schaut es auf dem Buchmarkt eher mau aus und das Buch ist in dieser Art aus meiner Sicht einzigartig.

Wer Jamari Liors Arbeiten kennt oder sie schon mal auf einer Veranstaltung gesehen hat, weiß, dass Jamari Lior extrem schöne Aufnahmen macht und auch eine Meisterin der Bildbearbeitung ist. Sie kennt das Geschäft als Model und weiss von daher genau, was man machen muss, um gute Fotos zu bekommen. Da sie beide Seiten kennt, kann sie auch von beiden Seiten für beide Seiten sprechen. Und das kommt dem Buch zu gute.

Zum Inhalt:
Der Einstieg ist auf Anfängerlevel: Die oben angesprochenen Shooting-Arten werden erklärt, das erste mal (Shooting) besprochen, Requisiten, Locations, Posing etc. werden thematisiert. In den hinteren Kapiteln geht es eher ums Business. Tipps werden gegeben zu Themen wie Künstlernamen und Praktikanten, das Thema der Präsentation (Webseiten, Visitenkarten etc.) wird ebenfalls angesprochen. Hier finde ich den Sprung in Richtung Profi zu groß. Keiner, der das Buch liest und vorne noch Anfänger ist wird am Ende ein Profi sein. Da gehören viel Übung, Übung und noch mehr Übung dazu. Und natürlich auch Talent. Trotzdem kann eine gute Webseite hilfreich sein, um Zugang zu besseren Models zu bekommen. Und ein Blick in die Zukunft kann ja auch am Anfang nicht schaden.

Abgerundet wird das Buch durch viele Bilder von Jamari Lior, die wirklich klasse sind und einen eigenen Style haben. Alleine für die Bilder lohnt sich, das Buch in die Hand zu nehmen. Und auch die Präsentation ist sehr gut. Hardcover, guter Druck und hohe Wertigkeit verleihen dem Buch das, was einem an ebooks so fehlt – eine wunderschöne Haptik.

Fazit
Für Einsteiger ist das Buch eine gute Anleitung. Das Buch wirklich klasse für alle, die sich mit dem Thema von Anfang an richtig auseinander setzen wollen. So ein Buch hat auf dem Markt einfach gefehlt und wird sicherlich seine Käufer finden unter den Fotografen, die mit hohem Anspruch anfangen und gleich vieles richtig machen wollen. Fortgeschrittene finden in dem Buch zwar eher weniger Infos, die noch nützlich sind, einen Blick riskieren sollte man aber trotzdem, alleine wegen der vielen ansprechenden Bilder in dem Buch.

Zum Schluss noch die wichtigsten Daten des Buchs:

Jamari Lior
Modelfotograf werden – Kommunizieren, Fotografieren, Präsentieren
Addison-Wesley, München
1. Auflage (April 2011)
ISBN: 978-3-8273-3006-2
Seiten: 224
Preis: 39,80 €
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Buchbesprechung: “Biete Visionen” – Ein Leitfaden für den Weg in die Selbständigkeit

1. Februar 2012 2 Kommentare

"Biete Visionen" ist ein ganz exzellenter Titel für ein Buch und eine Empfehlung an alle, die sich als Fotograf selbständig machen wollen. Ich schaue gerne Christian Rachs "Restauranttester" und auch hier fällt immer wieder auf, dass man sich als hundertstes Lokal in einer Straße mit demselben Konzept nicht abhebt und es trotzdem immer wieder versucht wird. Um erfolgreich zu sein muss man etwas anders oder besser machen. Genau dasselbe gibt für Fotografen: Man muss anders und besser sein, um erfolgreich zu sein und um von den Kunden wahrgenommen zu werden.

Genau das sagt der Titel "Biete Visionen" aus dem Addison-Wesley-Verlag aus und der Autor David duChemin beschreibt in seinem Buch das „Leben und arbeiten als Profifotograf“ seine eigenen Erfahrungen. Es ist ein Guide für einen selbst, dem man folgen kann aber nicht muss. Man kann sich die Sachen herauspicken die einem gefallen und die einem nutzen. Es ist ein riesen Sammelsurium an Tipps und Tricks und ich behaupte, jeder findet in dem Buch etwas, was er gebrauchen kann.  Die Akquise, die Unternehmensführung inkl. Finanzen, die Gewinnung von neuen Kunden bzw. die Pflege von Bestandskunden, das Marketing und das eigene Verkaufen bis hin zum Business-Plan sind nur einige Themen, die abgehandelt werden. Aber Vorsicht! Es ist keine Step-by-Step-Anleitung zum Erfolg – dafür ist man immer noch selber zuständig.

Der Schreibstil ist kurzweilig und interessant. Es wird aber kein Blatt vor den Mund genommen. Wer erwartet, dass der Autor nur motiviert, der irrt. Der Autor desillusioniert zeitweilen auch und zeigt Fallstricke auf, die einem nicht immer schmecken mögen beim Lesen. Aber so wird man für das harte Leben als Berufsfotograf sensibilisiert und vorbereitet. Ein gutes Beispiel ist das eigene Logo. Hier weist der Autor darauf hin, dass ein gutes Logo richtig Geld kostet, man es selber besser nicht macht, sondern dass einem Profi überlässt. Dieses Geld muss man einfach in die Hand nehmen, weil das Logo nämlich für den späteren Erfolg oder Misserfolg entscheidend ist. Hier gespart wäre deshalb an falscher Stelle gespart. Das kann am Anfang des Unternehmens eine ungeplante und damit unangenehme Ausgabe sein, aber es ist eine sinnvolle, weil zukunftsweisende Investition. Wer diese Ratschläge befolgt wird dann auch motiviert, seine Sache durchzuziehen.

Zwischen den Kapiteln gibt es noch Interviews von bekannten Fotografen wie Joe McNally und Kevin Clark, wie deren Werdegang war und wie diese es geschafft haben, sich durchzusetzen. Sehr interessant und abwechslungsreich. Eine sehr gute Idee, wie ich finde, diesen Profis so zwischendurch über die Schulter zu schauen.

Fazit

Für mich ein sehr gutes Buch. Es ist eines der besten, die ich in der letzten Zeit gelesen habe. Wenn man aus dem Buch nur ein paar Punkte für seine Arbeit herausnehmen kann, haben sich die 39,80 Euro mehr als gelohnt. Schaut es Euch daher unbedingt mal an.

 Zum Schluss noch die Daten des Buchs:

David duChemin
Biete Visionen… Leben und arbeiten als Profifotograf
Addison-Wesley, München
1. Auflage (20. Mai 2010)
ISBN-10: 3827329604
ISBN-13: 978-3827329608
Gebundene Ausgabe, 272 Seiten
Link zu Amazon (Affiliate Link)

Heiner Hauck Portfolio Book – es ist da!

15. Januar 2012 1 Kommentar

Nach langem zögern war es nun soweit. Ich habe mein Portfolio Book bei Heiner Hauck Portfolios bestellt. Über 1,5 jahre bin ich umhergeschlichen, hab die zugegebenermaßen schlechte Webseite angesehen und bin dann wieder fortgegangen, weil das Book preislich schon eine besondere Hausnummer ist. Zudem hat Heiner Hauck seinen Laden in Hamburg und eine Filiale in Berlin, aber im Süden Deutschlands kann man sich die Bücher nicht ansehen. Und bei den Preisen blind bestellen – nein. Es gibt ja auch genug günstige Alternativen, bei Prat zum Beispiel. Diese sind aber nicht so schön, nicht individualisierbar und das macht die Sache halt aus. Also bin ich da auch nicht fündig geworden.

Dann habe ich bei FotoTV Ralph Man gesehen, wie er das Buch in einem Video vorgestellt hat. Es hat mir außerordentlich gut gefallen und ich habe Ralph Man angeschrieben und wir haben lange telefoniert. Er hat mir ziemlich viel erzählt und dann war es klar, dass ich mir so ein Buch zulege. Danke an Ralph, dass er sich die Zeit genommen hat – er ist ein echt netter Kerl, völlig unkompliziert. Ich hab dann den Heiner Hauck angerufen, die letzten Sachen geklärt und bestellt. Das Buch im Set mit der Tasche, die Standardgröße ist nicht 3:2 oder 4:3, sondern ca. 35cmx28cm – das muss was amerikanisches sein. Die Größe haben aber fast alle Bücher die ich kenne, auch die der Agenturmodels. Bei Heiner Hauck kann man aber grundsätzlich fast jede göße bestellen. Im Inneren habe ich mich für Folien entschieden (es geht auch ohne). Die Folien sind oben und unten offen und dadurch können die Bilder randlos eingesetzt werden, wenn man richtig schneidet. Und herausfallen tut auch nichts, da die Folien etwas haften aber auch die Bilder eng drinsitzen. Ich finde es ideal und die Folien geben den Bildern noch einen entsprechenden Glanz, wie man es von den Acrylkaschierungen von Alu-Dibond-Bildern her kennt. Es wirkt sehr wertig. 30 Folien entspricht max. 60 Bildern, wenn man Doppelseiten macht natürlich weniger. Ich denke das reicht, wenn man will ja nur die besten Bilder präsentieren. Ein Stempel war im Preis mit inbegriffen, zwei weitere Stempel mussten preislich noch dazu, die Prägung auf dem Rücken auch noch – die ist auch noch teurer als die erste auf dem Deckel, dazu noch ein Visitenkartenschlitz und fertig war mein Book – bestelltechnisch.

Jetzt hieß es noch die Beschriftung zu setzen und Heiner Hauck zuzuschicken. Das schwierigste, weil man sich nicht vorstellen kann wie das ganze dann final wirkt. Erledigt, gezittert, sann hieß es warten knappe 4 Wochen, dann kam der nette UPS Mann, der mir das Paket gleich wieder mitnahm, weil ich nicht zu Hause war (UPS liefert ja nicht beim Nachbarn ab) und ich extra für das Paket zum entfernt gelegenen UPS-Zenter fahren durfte. Das wars mir aber wert. Und hier ist es:


Book mit passender Tasche, beide geprägt.

 


Prägung auf dem Cover, alles sehr sauber gemacht.

 


Prägung auf dem Rücken. Hier "amerikanische Art", damit man es lesen kann wenn das Buch auf dem Tisch liegt.

 


Visitenkartenschlitz, kostet extra, ist aber mit ca. 8 Euro vergleichsbar günstig.

 


Feine Details, sehr schön gemacht alles.

Es ist noch schöner wie erwartet, die Prägungen im Leder toll, die Tasche mit der Prägung ein Eyecatcher. Jetzt musste Befüllung her:


Titelblatt im Corporate Identity Design.

 


Die Bilder wirken super in den Hüllen.

 


Auch doppelseitig gehts prima. Man muss nur beim Druck aufpassen dass der Schnitt richtig sitzt.

 


Und auch in s/w wirken die Bilder toll.

 

Es hieß die Dateien in der Größe 28,1cmx35,56cm auszudrucken und zu schneiden. Hierbei haben mir mein EPSON R3000 und mein Dahle Rollenschneider 552 geholfen, die beide mit A3+ umgehen können, also ein ideales Gespann sind.

Ich muss sagen, ich bin echt happy.  Ok, es soll nicht verschwiegen werden dass das Book wie es hier ist ohne Bilder über 400 Euro netto kostet, was schon echt viel ist. Wenn man es aber beruflich braucht ist es ein echter Hingucker und auch so sollte man es sich als Fotofan leisten. Die Bilder sehen darin nochmal doppelt so gut aus. Ich kann es Euch also nur empfehlen. Ich nehme es ständig in die Hand und freue mich riesig darüber.

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CAMREG – Kameraausrüstung registrieren und mehr …

13. Dezember 2011 Keine Kommentare

Vor einigen Wochen habe ich über eine neue Möglichkeit gefunden, seine teure Ausrüstung vor Verlust oder auch Diebstahl zu schützen, in dem man sie registriert. Möglich wird das über die Seite camreg.com.

 

Ich habe mich gleich zum Test angemeldet und muss sagen, dass die Umsetzung echt gelungen ist und man sich schnell zurecht findet. bei großer Verbreitung, was ihr zu wünschen ist, wird die Seite echt einen großen nutzen haben. Insgesamt ist alles schlicht, übersichtlicht und funktional aufgebaut.

 

Die Registrierung war bei mir noch ein bisschen holperig, da ich mich zunächst über enjoyyourcamera angemeldet hatte. Aber da ließ der Freischaltcode auf sich warten. Ich habe mich dann über die CAMREG-Internetseite direkt nochmal angemeldet, was aber auch zunächst direkt funktionierte. Nach einer Mail mit dem Betreiber, der umgehend reagierte, stellte sich heraus, dass man nach einer Paypal Zahlung den Link zurück auf die CAMREG-Seite noch anklicken musste, um alles abzuschließen. Das Problem war aber bekannt und die Lösung stand damals schon in den Startlöchern. Also der Umgang mit dem Kunden war hervorragend, insofernfinde ich ein paar Schwierigkeiten zu anfang einer tollen Idee ok. Wichtig ist wie man reagiert und das war einfach prima.

Kommen wir aber zum Leistungsumfang. Man kann

  • Geräte registrieren (inkl. Rechnungen und Belegen, die man anheften kann)
  • Diebstahl & Verlust melden (die Seriennummern können dann auch von anderen Nutzern abgefragt werden z. B. beim Gebrauchtkauf)
  • Sicherheitslabels drucken lassen, die man auf die Gegenstände kleben und über ein Finder von der Registrierung weiß und den Besitzer herausfinden kann. Ggf. kann man so auch einen potentiellen Dieb abschrecken, das Equipment zu stehlen, da es sich so registriert natürlich schwerer veräußern läßt und auch nachverfolgbar wird, woher das ganze stammt. Die Aufkleber sind recht klein und sehen folgendermaßen aus:

    Schlussendlich und was ich wirklich super finde – man kann mit dieser Seite komfortabel

  • Listen für den Zoll frei zusammenstellen, damit man diese bei der Ausfuhr angeben kann und keine Probleme bei der Einfuhr bekommt:

Das alles bekommt man als Internetseite und als App für iphone und ipad.

Der Spass kostet nur 9,95 Euro / Jahr für beliebig viele Geräte, testen kann man es bis zu drei Geräten kostenlos. Also ich finde das günstig und jeder, der teures Equipment sein Eigen nennt, sollte sich meiner Meinung nach dort anmelden.

Ein wirklich sehr gutes Projekt mit viel Potential, wie ich finde. Ich werde es nutzen, ich kenne einige, die es auch schon tun. Ich hoffe Euch auch bald da zu sehen. Denn der Preis ist echt fair und wenn man mal einen Ausrütsungsteil wieder bekommt, dann hat er sich dutzendfach bezahlt gemacht. Ich drücke den Betreibern beide Daumen und hoffe, dass das Projekt nach dem Start wirklich schnell flächendeckend genutzt wird.

Arte Dokumentation: Martin Schoeller – Die Magie der Gesichter

1. Oktober 2011 Keine Kommentare

Ein Arbeitskollege machte mich auf eine sehr interessante Arte-Dokumentation aufmerksam: Martin Schoeller – Die Magie der Gesichter

Wem der Name Martin Schoeller nichts sagt – seine Bilder sind ihm auf jeden Fall bekannt. Wer kennt nicht dieses Bild von Angelina Jolie:

 

Arte Beschreibt die Dokumentation so:

Er ist der Shootingstar in der Szene der internationalen Fotografen: Martin Schoeller, gerade mal 43 Jahre alt, geboren in Frankfurt am Main. Er gehört zu den besten Fotografen der Welt, fotografiert für die großen amerikanischen Magazine wie "The New Yorker" und "Time Magazine".

Seine Porträtfotos von Prominenten erregen Aufsehen, Begeisterung und Entsetzen zugleich. Denn Schoeller macht neben szenischen Fotos auch Close-ups von ihnen, Nahaufnahmen ohne Retusche, ohne Pose. Er schaut so hinter die Fassade von Prominenten. Martin Schoeller zeigt Gesichter, wie sie wirklich sind, mit Falten, Bartstoppeln, Äderchen. Die Dokumentation beobachtet Martin Schoeller bei der Arbeit, begleitet ihn durch die Straßen von Manhattan, in seine Galerie und in sein Atelier. Sie zeigt Martin Scholler unter anderem bei einem Shooting mit der serbischen Performancekünstlerin Marina Abramovic und gibt so einen intensiven Einblick in Martin Schoellers Porträtkunst.

Ansehen lohnt. Die Dokumentation ist nur eine kurze Zeit (ein paar Tage) noch online verfügbar. Die Dokumentation ist knapp 27 Minuten lang – 27 Minuten, die es wirklich wert sind. Lasst es Euch nicht entgehen.

Mallorca

28. September 2011 1 Kommentar

Heute gibt es keinen langen Beitrag, der sich mit der Technik befasst, sondern es gibt heute mal wieder einige Bilder zu sehen, dafür mit nur kurzem Text.

Ich war mit einigen Fotografen und Models auf Mallorca um dort die Zeit für Fotos und freie Projekte zu nutzen. Einen Tag haben wir in einem kleinen Städchen verbracht, abseits des Tourismus, um dort Aufnahmen zu machen, die die Schönheit der mallorquinische Architektur und Landschaft mit einbeziehen. Die Ergebnisse sprechen für sich:

Model: Rosa Lazic @ Major Models
Hair & Makeup: Miri Dölp
Photographer-Team: Marc Gerst

Es war ein grandioser Tag mit extrem viel Spass! Nochmals danke an dieser Stelle an alle Beteiligten.

JerkStopper von TetherTools

13. September 2011 1 Kommentar

Der JerkStopper von TetherTools ist eine Zugentlastung für Kabel und wird in Europa von dem Niederländer Frank Doorhof bzw. seiner Frau vertrieben (http://www.tethertools.eu/). Die Vorrichtung soll ein versehentliches Herausreißen von USB- und Firewire Kabeln aus der Kamerabuchse und dem Computeranschluss verhindern, was gerade beim Tethered Shooting immer wieder vorkommen kann, wenn man am Kabel versehentlich hängen bleibt oder das Kabel plötzlich zu kurz wird.

Eine prima Sache – so dachte ich zumindest – und so habe ich mir das Jerkstopper USB KIT bestellt. 21 Euro (plus 9 Euro Versand) sind preislich ja noch im Rahmen. Es gibt noch das Essential Kit, was aber nur eine Tasche und eine USB Lampe zusätzlich enthält und mit 39 Euro dann vergleichsweise teuer ist. Das Jerkstopper USB KIT Paket besteht lediglich aus einer 1-seitigen Anleitung, einer Kabelklemme mit USB-Stecker aus Plastik für das Notebook und einer Kabelklemme mit Band und Schnellverschluss für die Kamera. Letztere Klemme besteht aber auch aus der Kabelklemme mit USB-Stecker, die mit Schrumpfschlauch nicht gerade hübsch "umgepimpt" wurde.

Lieferumfang des Jerkstopper USB KITs

 

Die beiden Zugentlastungen, oben die für die Kamera, unten die für den Computer

 

Schnellverbindung zur Lösung der Zugentlastung an der Kamera

 

Für 21 Euro hatte ich mir da etwas mehr erwartet, aber wenn das System den Einsatzzweck erfüllt, dann sind auch diese 21 Euro gut angelegt, denn ein Schaden an einem der Ports kommt teurer.

Also ging es gleich ans ausprobieren. Die Kamera läßt sich einfach an der Tragegurtaufhängung anbringen. Ein USB-Kabel ist schnell eingelegt und das Teil funktioniert wie es soll.

Was man sich aber bei der USB-Computer-Zugentlastung gedacht hat, wird mir ein Rätsel bleiben. Ein Einsatz ein meinem 13" MacBookPro (aktuelles Modell), einem Gerät, das viele Fotografen besitzen, ist nicht möglich. Die beiden USB Ports sitzen nebeneinander und die Kabelklemme ist zu kurz, so dass der USB-Stecker des Kables und die Klemme sich gegenseitig behindern und ein Einlegen des Kabels unmöglich ist. Ich kenne aber auch kein USB-Kabel mit einem so kurzem Stecker, dass eine Nutzung überhaupt möglich wäre. Die Zugentlastung am Computer ist für den angedachten Zweck bei einem aktuellen und viel genutzten Notebookmodell also nicht verwendbar, was mehr als enttäuschend ist.

Computerzugentlastung. Ein Einlegen des Kabels ist unmöglich!

 

Zusammengefasst: So wie das System jetzt ist, kann ich es nicht empfehlen. 21 Euro für ein nur halb nutzbares Kit ist viel zu teuer. Die Idee an sich ist prima, die Umsetzung ist aber mangelhaft durchgeführt worden. Eine längere Kabelklemme könnte das Problem so einfach lösen, aber man hat sich da anscheinend überhaupt keine Gedanken gemacht. Das ist echt schade. Spart Euch das Geld.

Analoge Kameras reparieren – Gerard Wiener in München

10. Juli 2011 1 Kommentar

Ich hatte schon auf facebook berichtet, dass ich drei alte analoge Kameras, die längere Zeit im Schrank gelegen waren, bekommen hatte. Es waren

1 Rollei 35T von meinem Vater
1 Rollei 35SE von einem Freund
1 Canon A1 von ebay

Alle Kameras in top Zustand (äußerlich), aber technisch überholungsbedürftig. Bei den Rolleis liefen die Zeiten nicht richtig, bei der Canon mussten die Dichtungen erneuert werden und ein Plastikteil erneuert werden (völlig unnötig, aber wenn ich eine perfekte Kamera haben möchte, dann auch richtig). Normal nach so vielen Jahren, sind die Kameras doch mindestens 30 Jahre alt und eine Wartung gehört zu analogen Kameras wie auch beim Auto regelmäßig dazu.

Also wohin bringen die alten Schätzchen – das war die Frage. Erste Recherchen brachten diverse Fachleute zu Tage, die spezialisiert waren auf Rollei. Aber die Canon A1 musste ja auch gemacht werden. Dann fand ich in diversen Foren einen Hinweis auf Gerard Wiener in München.

 

 

Gerard Wiener betreibt einen Fotoreparatur-Schnellservice in München in der Nähe vom Hauptbahnhof. Der Name Wiener ist irreführend, denn der Inhaber ist gar kein Österreicher, sondern Franzose. Wenn man in den Laden kommt, der inzwischen mehr als 35 Jahre in München besteht, dann ist das wie eine Zeitreise. Überall stehen leicht chaotisch alte Kameras rum, im Hintergrund läuft französische Musik.

 

 

Er selber ist ein sehr charmanter, älterer Herr, schätzungsweise um die 70 Jahre. Er kennt sich mit alten Kameras aus. repariert alle Marken und stellt ggf. Ersatzteile selber her, wenn diese nicht mehr zu bekommen sind. Er verkauft aber auch gebrauchte Kameras, Objektive und Zubehör.

 

 

Nach einem kurzen Gespräch hatte ich einen super Eindruck. Ich habe meine drei Kameras dort gelassen, habe meine Wünsche erklärt und bin gegangen. Nach 14 Tagen konnte ich die Kameras abholen. Der Preis war sehr fair, die Kameras super gemacht. Alle Arbeiten wurden ausgeführt, auch die, die er nicht explizit aufgeschrieben hatte. Einfach perfekt.

Schön, dass es heute noch solche Fachleute gibt. Toll, dass sie einen nicht übervorteilen, sondern faire Preise aufrufen. Wer also eine analoge Kamera repariert haben möchte, ist dort richtig aufgehoben. Digitale Kameras repariert er aber verständlicherweise nicht. Hier seine Adresse für alle Besitzer alter analoger Kameras:

Wiener Fotoreparatur-Schnellservice
Inh. Gerard Wiener
Landwehrstr. 12
80336 München
Tel. 089 / 595072

Ich werde in Kürze noch meine neue Nikon FM2N, eine alte Leica IIf von meinem Vater, die er vermutlich von meinem Opa hat (aus den 30er jahren) und eine Minox 35 dort vorbeibringen. Denn dann sind die nächsten 30 Jahre gesichert und die Kameras wieder einsatzbereit.

Wenn Ihr auch Erfahrungen gemacht habt, wo man gut analoge Kameras reparieren lassen kann, dann könnt ihr gerne diese Tipps als Kommentar hier anhängen. Egal wo, ich denke das interessiert jeden analog-Freak und Notfalls kann man Kameras ja auch mit der Post verschicken, hauptsache die Reparatur wird perfekt gemacht.

PS: Die Bilder sind leider nur mit der iPhone-Kamera gemacht, da ich spontan zum Abholen dort vorbeigekommen bin. Daher ist die Qualität sehr mäßig. Um einen Eindruck zu bekommen, reichen sie aber aus.

Objektive als Trinkbecher

3. Juli 2011 Keine Kommentare

Heute gibt es mal ein "anderes" Thema für alle Fotografie-Fans. Bei den Olympischen Spielen 2010 in Vancouver wurden im Pressebereich Thermostassen im Canon 70-200mm Objektiv-Design verteilt. Diese Thermostassen sind kaum mehr zu bekommen und werden im Internet hoch gehandelt (zwischen 50US$ und 100US$).

Inzwischen gibt es aber einige weitere Hersteller (aus China), die sich das lukrative Geschäft nicht entgehen lassen wollen und Kaffeebecher im originalgetreuen Gehäuse eines Zoom-Objektivs produzieren. So werden inzwischen Tassen im Canon 70-200mm- und 24-105mm-Design angeboten sowie im Nikon-Design das 24-70mm und 70-200mm. Die Canon-Tassen sind aber die am weitest verbreiteten.

Mit der Zunahme der Anbieter hat auch der Preisverfall eingesetzt, so dass diese Tassen zwischen knapp 6US$ und 25US$ zu bekommen sind (die Nikons sind teurer, wie im richtigen Leben). Diese Preise sorgen auch dafür, dass diese für den Zoll unattraktiv geworden sind und meist ohne Probleme passieren dürfen.

Und so habe ich es gewagt und mir einfach, weil ich so eine Tasse witzig finde und die Preise ja wirklich bezahlbar sind, zwei Tassen von unterschiedlichen Anbietern bestellt. Einmal die günstigste Variante für 5,99US$ und einmal eine aus dem mittleren Preissegment für 17,99€. Es handelt sich bei beiden georderten Tassen um das Canon 24-105mm-Design.

Die Lieferung erfolgte aus China, bei dem teureren Becher wurde die Auktion von ebay vorzeitig beendet, geliefert wurde aber trotzdem, da ich bereits per Sofortkauf zugeschlagen hatte. Die Lieferzeit aus China waren bei den beiden von mir bestellten Tassen ca. 2 Wochen, was völlig ok ist. Zoll wurde nicht erhoben, da der Preis unkritisch war. Und da auf den Umkartons keine Canon-Markenbezeichnung aufgedruckt war, gab es auch keine Plagiatsprobleme. Ansonsten gleichen die Kartons ungefähr dem Original.

Der erste Eindruck – beide Versionen schauen von weitem dem Original sehr ähnlich und wenn diese auf dem Tisch stehen, kann es zu einer Verwechselung kommen. Beide haben eine Metall-Innenauskleidung – ob diese aber wirklich einen Thermoskanneneffekt hat, kann ich nicht sagen.

Bei näherer Betrachtung und dem direkten Vergleich beider "Linsen" fallen doch Qualitätsunterschiede auf, die den Preisunterschied von mehr als Faktor 3 rechtfertigen. Das Plastik bei der Billigversion ist deutlich grober genarbt, der Druck unsauberer und die Schieber lassen sich nicht betätigen (was ja auch an sich sinnlos ist). Zudem ist der Deckel mit einer angespritzten Gegenlichtblende versehen, was die Sache unhandlicher macht und weniger original ausschaut. Die teurere Version ist vom Kunststoff her feiner genarbt und damit näher am Original, der Druck der Beschriftung ist viel besser und der Deckel sieht aus wie der eines normalen Objektivs.

Hier einige Bilder der teureren Version:

 

Und hier im vergleich die günstigere Variante der "Mugs":

 

Ich kann mir vorstellen, dass die Presseversionen von Canon noch besser verarbeitet waren, aber einen Vergleich habe ich nicht. Ob die Tassen gesundheitlich unbedenklich sind ist ebenfalls nicht zu beantworten. Die Edelstahlauskleidung sollte es aber sein. Und es kommen ja mehr Tassen aus China und nicht nur diese.

Fazit:
Ein nettes Gimmick für jeden Fotografen und ein Eyecatcher auf dem Büroschreibtisch. Beide Tassen sind ok und erfüllen ihren Zweck. Wer eine etwas bessere Qualität haben möchte, sollte zu einer etwas teureren Version greifen, wer nicht so viel ausgeben möchte, ist auch mit der günstigen Variante gut bedient.

BlogTimes geht auf Blogsuche

26. Juni 2011 Keine Kommentare

Es gibt zahlreiche Fotografie-Blogs, die vor sich hindümmeln und kaum gepflegt werden. Es gibt aber genauso viele Fotografie-Blogs, die mit sehr interessanten Inhalten gefüttert werden und die es wert sind zu lesen und die vielleicht noch recht unbekannt sind. Aus diesem Grund geht BlogTimes auf Blogsuche. Das ganze ist eine Neuauflage der letztjährigen Aktion, die immerhin ungefähr 70 interessante Blogs aufgetan hat. Ich bin gespannt wie viele es dieses Jahr werden und mache mit, indem ich die gestellten Fragen beantworte:

Seit wann besteht dein Fotografieblog?

Launch war am 30. Mai 2009, das Blog besteht also jetzt seit etwas mehr als zwei Jahren.

Welche Schwerpunktthemen behandelt dein Blog?

In meinem Blog dreht sich alles rund ums Thema "Fotografie". In meinem Blog

  • stelle ich meine Arbeiten detaillierter vor,
  • erfahrt Ihr von Ausstellungen und Fernsehsendungen rund um die Fotografie und
  • behandele auch spannenden Seitenthemen wie analoge Fotografie und Polaroid.
  • Ich verfasse Rezensionen von DVDs, Büchern, Workshops / Seminaren und Kongressen,
  • stelle interessante neue Produkte vor, die den Alltag als Fotograf erleichtern.

Ich werde in dem Blog aber nicht über meinen privaten Alltag berichten. Ich möchte den Blog fachlich und thematisch sehr eng an der Fotografie ausrichten.

Wieviele Beiträge veröffentlichst Du durchschnittlich pro Woche?

Ich werde keine täglichen Blogposts schreiben, weil ich glaube, dass das ohne Posts über den privaten Alltag nicht machbar ist. Ich werde versuchen, im Schnitt pro Woche einen Blogpost zu verfassen.

Welche fotografischen Bereiche interessieren Dich in der Fotografie?
Peoplefotografie mit Richtung Beauty und Fashion. Wenn es um Technik geht, dann geht es von Digitalfotografie über analoge Kameras bis hin zu Polaroid.

 

Ich denke das trifft es ganz gut. Wenn ihr auch ein Blog habt, dann macht mit. Es geht nicht um Wettbewerb oder Konkurrenz, sondern um das Sammeln interessanter Blogs und ein Zusammenarbeiten. Ich bin wirklich gespannt was dieses Jahr zusammenkommt an Blogs und deren themen.