Heiner Hauck Portfolio Book – es ist da!

15. Januar 2012 1 Kommentar

Nach langem zögern war es nun soweit. Ich habe mein Portfolio Book bei Heiner Hauck Portfolios bestellt. Über 1,5 jahre bin ich umhergeschlichen, hab die zugegebenermaßen schlechte Webseite angesehen und bin dann wieder fortgegangen, weil das Book preislich schon eine besondere Hausnummer ist. Zudem hat Heiner Hauck seinen Laden in Hamburg und eine Filiale in Berlin, aber im Süden Deutschlands kann man sich die Bücher nicht ansehen. Und bei den Preisen blind bestellen – nein. Es gibt ja auch genug günstige Alternativen, bei Prat zum Beispiel. Diese sind aber nicht so schön, nicht individualisierbar und das macht die Sache halt aus. Also bin ich da auch nicht fündig geworden.

Dann habe ich bei FotoTV Ralph Man gesehen, wie er das Buch in einem Video vorgestellt hat. Es hat mir außerordentlich gut gefallen und ich habe Ralph Man angeschrieben und wir haben lange telefoniert. Er hat mir ziemlich viel erzählt und dann war es klar, dass ich mir so ein Buch zulege. Danke an Ralph, dass er sich die Zeit genommen hat – er ist ein echt netter Kerl, völlig unkompliziert. Ich hab dann den Heiner Hauck angerufen, die letzten Sachen geklärt und bestellt. Das Buch im Set mit der Tasche, die Standardgröße ist nicht 3:2 oder 4:3, sondern ca. 35cmx28cm – das muss was amerikanisches sein. Die Größe haben aber fast alle Bücher die ich kenne, auch die der Agenturmodels. Bei Heiner Hauck kann man aber grundsätzlich fast jede göße bestellen. Im Inneren habe ich mich für Folien entschieden (es geht auch ohne). Die Folien sind oben und unten offen und dadurch können die Bilder randlos eingesetzt werden, wenn man richtig schneidet. Und herausfallen tut auch nichts, da die Folien etwas haften aber auch die Bilder eng drinsitzen. Ich finde es ideal und die Folien geben den Bildern noch einen entsprechenden Glanz, wie man es von den Acrylkaschierungen von Alu-Dibond-Bildern her kennt. Es wirkt sehr wertig. 30 Folien entspricht max. 60 Bildern, wenn man Doppelseiten macht natürlich weniger. Ich denke das reicht, wenn man will ja nur die besten Bilder präsentieren. Ein Stempel war im Preis mit inbegriffen, zwei weitere Stempel mussten preislich noch dazu, die Prägung auf dem Rücken auch noch – die ist auch noch teurer als die erste auf dem Deckel, dazu noch ein Visitenkartenschlitz und fertig war mein Book – bestelltechnisch.

Jetzt hieß es noch die Beschriftung zu setzen und Heiner Hauck zuzuschicken. Das schwierigste, weil man sich nicht vorstellen kann wie das ganze dann final wirkt. Erledigt, gezittert, sann hieß es warten knappe 4 Wochen, dann kam der nette UPS Mann, der mir das Paket gleich wieder mitnahm, weil ich nicht zu Hause war (UPS liefert ja nicht beim Nachbarn ab) und ich extra für das Paket zum entfernt gelegenen UPS-Zenter fahren durfte. Das wars mir aber wert. Und hier ist es:


Book mit passender Tasche, beide geprägt.

 


Prägung auf dem Cover, alles sehr sauber gemacht.

 


Prägung auf dem Rücken. Hier "amerikanische Art", damit man es lesen kann wenn das Buch auf dem Tisch liegt.

 


Visitenkartenschlitz, kostet extra, ist aber mit ca. 8 Euro vergleichsbar günstig.

 


Feine Details, sehr schön gemacht alles.

Es ist noch schöner wie erwartet, die Prägungen im Leder toll, die Tasche mit der Prägung ein Eyecatcher. Jetzt musste Befüllung her:


Titelblatt im Corporate Identity Design.

 


Die Bilder wirken super in den Hüllen.

 


Auch doppelseitig gehts prima. Man muss nur beim Druck aufpassen dass der Schnitt richtig sitzt.

 


Und auch in s/w wirken die Bilder toll.

 

Es hieß die Dateien in der Größe 28,1cmx35,56cm auszudrucken und zu schneiden. Hierbei haben mir mein EPSON R3000 und mein Dahle Rollenschneider 552 geholfen, die beide mit A3+ umgehen können, also ein ideales Gespann sind.

Ich muss sagen, ich bin echt happy.  Ok, es soll nicht verschwiegen werden dass das Book wie es hier ist ohne Bilder über 400 Euro netto kostet, was schon echt viel ist. Wenn man es aber beruflich braucht ist es ein echter Hingucker und auch so sollte man es sich als Fotofan leisten. Die Bilder sehen darin nochmal doppelt so gut aus. Ich kann es Euch also nur empfehlen. Ich nehme es ständig in die Hand und freue mich riesig darüber.

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CAMREG – Kameraausrüstung registrieren und mehr …

13. Dezember 2011 Keine Kommentare

Vor einigen Wochen habe ich über eine neue Möglichkeit gefunden, seine teure Ausrüstung vor Verlust oder auch Diebstahl zu schützen, in dem man sie registriert. Möglich wird das über die Seite camreg.com.

 

Ich habe mich gleich zum Test angemeldet und muss sagen, dass die Umsetzung echt gelungen ist und man sich schnell zurecht findet. bei großer Verbreitung, was ihr zu wünschen ist, wird die Seite echt einen großen nutzen haben. Insgesamt ist alles schlicht, übersichtlicht und funktional aufgebaut.

 

Die Registrierung war bei mir noch ein bisschen holperig, da ich mich zunächst über enjoyyourcamera angemeldet hatte. Aber da ließ der Freischaltcode auf sich warten. Ich habe mich dann über die CAMREG-Internetseite direkt nochmal angemeldet, was aber auch zunächst direkt funktionierte. Nach einer Mail mit dem Betreiber, der umgehend reagierte, stellte sich heraus, dass man nach einer Paypal Zahlung den Link zurück auf die CAMREG-Seite noch anklicken musste, um alles abzuschließen. Das Problem war aber bekannt und die Lösung stand damals schon in den Startlöchern. Also der Umgang mit dem Kunden war hervorragend, insofernfinde ich ein paar Schwierigkeiten zu anfang einer tollen Idee ok. Wichtig ist wie man reagiert und das war einfach prima.

Kommen wir aber zum Leistungsumfang. Man kann

  • Geräte registrieren (inkl. Rechnungen und Belegen, die man anheften kann)
  • Diebstahl & Verlust melden (die Seriennummern können dann auch von anderen Nutzern abgefragt werden z. B. beim Gebrauchtkauf)
  • Sicherheitslabels drucken lassen, die man auf die Gegenstände kleben und über ein Finder von der Registrierung weiß und den Besitzer herausfinden kann. Ggf. kann man so auch einen potentiellen Dieb abschrecken, das Equipment zu stehlen, da es sich so registriert natürlich schwerer veräußern läßt und auch nachverfolgbar wird, woher das ganze stammt. Die Aufkleber sind recht klein und sehen folgendermaßen aus:

    Schlussendlich und was ich wirklich super finde – man kann mit dieser Seite komfortabel

  • Listen für den Zoll frei zusammenstellen, damit man diese bei der Ausfuhr angeben kann und keine Probleme bei der Einfuhr bekommt:

Das alles bekommt man als Internetseite und als App für iphone und ipad.

Der Spass kostet nur 9,95 Euro / Jahr für beliebig viele Geräte, testen kann man es bis zu drei Geräten kostenlos. Also ich finde das günstig und jeder, der teures Equipment sein Eigen nennt, sollte sich meiner Meinung nach dort anmelden.

Ein wirklich sehr gutes Projekt mit viel Potential, wie ich finde. Ich werde es nutzen, ich kenne einige, die es auch schon tun. Ich hoffe Euch auch bald da zu sehen. Denn der Preis ist echt fair und wenn man mal einen Ausrütsungsteil wieder bekommt, dann hat er sich dutzendfach bezahlt gemacht. Ich drücke den Betreibern beide Daumen und hoffe, dass das Projekt nach dem Start wirklich schnell flächendeckend genutzt wird.

Arte Dokumentation: Martin Schoeller – Die Magie der Gesichter

1. Oktober 2011 Keine Kommentare

Ein Arbeitskollege machte mich auf eine sehr interessante Arte-Dokumentation aufmerksam: Martin Schoeller – Die Magie der Gesichter

Wem der Name Martin Schoeller nichts sagt – seine Bilder sind ihm auf jeden Fall bekannt. Wer kennt nicht dieses Bild von Angelina Jolie:

 

Arte Beschreibt die Dokumentation so:

Er ist der Shootingstar in der Szene der internationalen Fotografen: Martin Schoeller, gerade mal 43 Jahre alt, geboren in Frankfurt am Main. Er gehört zu den besten Fotografen der Welt, fotografiert für die großen amerikanischen Magazine wie "The New Yorker" und "Time Magazine".

Seine Porträtfotos von Prominenten erregen Aufsehen, Begeisterung und Entsetzen zugleich. Denn Schoeller macht neben szenischen Fotos auch Close-ups von ihnen, Nahaufnahmen ohne Retusche, ohne Pose. Er schaut so hinter die Fassade von Prominenten. Martin Schoeller zeigt Gesichter, wie sie wirklich sind, mit Falten, Bartstoppeln, Äderchen. Die Dokumentation beobachtet Martin Schoeller bei der Arbeit, begleitet ihn durch die Straßen von Manhattan, in seine Galerie und in sein Atelier. Sie zeigt Martin Scholler unter anderem bei einem Shooting mit der serbischen Performancekünstlerin Marina Abramovic und gibt so einen intensiven Einblick in Martin Schoellers Porträtkunst.

Ansehen lohnt. Die Dokumentation ist nur eine kurze Zeit (ein paar Tage) noch online verfügbar. Die Dokumentation ist knapp 27 Minuten lang – 27 Minuten, die es wirklich wert sind. Lasst es Euch nicht entgehen.

Mallorca

28. September 2011 Keine Kommentare

Heute gibt es keinen langen Beitrag, der sich mit der Technik befasst, sondern es gibt heute mal wieder einige Bilder zu sehen, dafür mit nur kurzem Text.

Ich war mit einigen Fotografen und Models auf Mallorca um dort die Zeit für Fotos und freie Projekte zu nutzen. Einen Tag haben wir in einem kleinen Städchen verbracht, abseits des Tourismus, um dort Aufnahmen zu machen, die die Schönheit der mallorquinische Architektur und Landschaft mit einbeziehen. Die Ergebnisse sprechen für sich:

Model: Rosa Lazic @ Major Models
Hair & Makeup: Miri Dölp
Photographer-Team: Marc Gerst

Es war ein grandioser Tag mit extrem viel Spass! Nochmals danke an dieser Stelle an alle Beteiligten.

JerkStopper von TetherTools

13. September 2011 1 Kommentar

Der JerkStopper von TetherTools ist eine Zugentlastung für Kabel und wird in Europa von dem Niederländer Frank Doorhof bzw. seiner Frau vertrieben (http://www.tethertools.eu/). Die Vorrichtung soll ein versehentliches Herausreißen von USB- und Firewire Kabeln aus der Kamerabuchse und dem Computeranschluss verhindern, was gerade beim Tethered Shooting immer wieder vorkommen kann, wenn man am Kabel versehentlich hängen bleibt oder das Kabel plötzlich zu kurz wird.

Eine prima Sache – so dachte ich zumindest – und so habe ich mir das Jerkstopper USB KIT bestellt. 21 Euro (plus 9 Euro Versand) sind preislich ja noch im Rahmen. Es gibt noch das Essential Kit, was aber nur eine Tasche und eine USB Lampe zusätzlich enthält und mit 39 Euro dann vergleichsweise teuer ist. Das Jerkstopper USB KIT Paket besteht lediglich aus einer 1-seitigen Anleitung, einer Kabelklemme mit USB-Stecker aus Plastik für das Notebook und einer Kabelklemme mit Band und Schnellverschluss für die Kamera. Letztere Klemme besteht aber auch aus der Kabelklemme mit USB-Stecker, die mit Schrumpfschlauch nicht gerade hübsch "umgepimpt" wurde.

Lieferumfang des Jerkstopper USB KITs

 

Die beiden Zugentlastungen, oben die für die Kamera, unten die für den Computer

 

Schnellverbindung zur Lösung der Zugentlastung an der Kamera

 

Für 21 Euro hatte ich mir da etwas mehr erwartet, aber wenn das System den Einsatzzweck erfüllt, dann sind auch diese 21 Euro gut angelegt, denn ein Schaden an einem der Ports kommt teurer.

Also ging es gleich ans ausprobieren. Die Kamera läßt sich einfach an der Tragegurtaufhängung anbringen. Ein USB-Kabel ist schnell eingelegt und das Teil funktioniert wie es soll.

Was man sich aber bei der USB-Computer-Zugentlastung gedacht hat, wird mir ein Rätsel bleiben. Ein Einsatz ein meinem 13" MacBookPro (aktuelles Modell), einem Gerät, das viele Fotografen besitzen, ist nicht möglich. Die beiden USB Ports sitzen nebeneinander und die Kabelklemme ist zu kurz, so dass der USB-Stecker des Kables und die Klemme sich gegenseitig behindern und ein Einlegen des Kabels unmöglich ist. Ich kenne aber auch kein USB-Kabel mit einem so kurzem Stecker, dass eine Nutzung überhaupt möglich wäre. Die Zugentlastung am Computer ist für den angedachten Zweck bei einem aktuellen und viel genutzten Notebookmodell also nicht verwendbar, was mehr als enttäuschend ist.

Computerzugentlastung. Ein Einlegen des Kabels ist unmöglich!

 

Zusammengefasst: So wie das System jetzt ist, kann ich es nicht empfehlen. 21 Euro für ein nur halb nutzbares Kit ist viel zu teuer. Die Idee an sich ist prima, die Umsetzung ist aber mangelhaft durchgeführt worden. Eine längere Kabelklemme könnte das Problem so einfach lösen, aber man hat sich da anscheinend überhaupt keine Gedanken gemacht. Das ist echt schade. Spart Euch das Geld.

Analoge Kameras reparieren – Gerard Wiener in München

10. Juli 2011 1 Kommentar

Ich hatte schon auf facebook berichtet, dass ich drei alte analoge Kameras, die längere Zeit im Schrank gelegen waren, bekommen hatte. Es waren

1 Rollei 35T von meinem Vater
1 Rollei 35SE von einem Freund
1 Canon A1 von ebay

Alle Kameras in top Zustand (äußerlich), aber technisch überholungsbedürftig. Bei den Rolleis liefen die Zeiten nicht richtig, bei der Canon mussten die Dichtungen erneuert werden und ein Plastikteil erneuert werden (völlig unnötig, aber wenn ich eine perfekte Kamera haben möchte, dann auch richtig). Normal nach so vielen Jahren, sind die Kameras doch mindestens 30 Jahre alt und eine Wartung gehört zu analogen Kameras wie auch beim Auto regelmäßig dazu.

Also wohin bringen die alten Schätzchen – das war die Frage. Erste Recherchen brachten diverse Fachleute zu Tage, die spezialisiert waren auf Rollei. Aber die Canon A1 musste ja auch gemacht werden. Dann fand ich in diversen Foren einen Hinweis auf Gerard Wiener in München.

 

 

Gerard Wiener betreibt einen Fotoreparatur-Schnellservice in München in der Nähe vom Hauptbahnhof. Der Name Wiener ist irreführend, denn der Inhaber ist gar kein Österreicher, sondern Franzose. Wenn man in den Laden kommt, der inzwischen mehr als 35 Jahre in München besteht, dann ist das wie eine Zeitreise. Überall stehen leicht chaotisch alte Kameras rum, im Hintergrund läuft französische Musik.

 

 

Er selber ist ein sehr charmanter, älterer Herr, schätzungsweise um die 70 Jahre. Er kennt sich mit alten Kameras aus. repariert alle Marken und stellt ggf. Ersatzteile selber her, wenn diese nicht mehr zu bekommen sind. Er verkauft aber auch gebrauchte Kameras, Objektive und Zubehör.

 

 

Nach einem kurzen Gespräch hatte ich einen super Eindruck. Ich habe meine drei Kameras dort gelassen, habe meine Wünsche erklärt und bin gegangen. Nach 14 Tagen konnte ich die Kameras abholen. Der Preis war sehr fair, die Kameras super gemacht. Alle Arbeiten wurden ausgeführt, auch die, die er nicht explizit aufgeschrieben hatte. Einfach perfekt.

Schön, dass es heute noch solche Fachleute gibt. Toll, dass sie einen nicht übervorteilen, sondern faire Preise aufrufen. Wer also eine analoge Kamera repariert haben möchte, ist dort richtig aufgehoben. Digitale Kameras repariert er aber verständlicherweise nicht. Hier seine Adresse für alle Besitzer alter analoger Kameras:

Wiener Fotoreparatur-Schnellservice
Inh. Gerard Wiener
Landwehrstr. 12
80336 München
Tel. 089 / 595072

Ich werde in Kürze noch meine neue Nikon FM2N, eine alte Leica IIf von meinem Vater, die er vermutlich von meinem Opa hat (aus den 30er jahren) und eine Minox 35 dort vorbeibringen. Denn dann sind die nächsten 30 Jahre gesichert und die Kameras wieder einsatzbereit.

Wenn Ihr auch Erfahrungen gemacht habt, wo man gut analoge Kameras reparieren lassen kann, dann könnt ihr gerne diese Tipps als Kommentar hier anhängen. Egal wo, ich denke das interessiert jeden analog-Freak und Notfalls kann man Kameras ja auch mit der Post verschicken, hauptsache die Reparatur wird perfekt gemacht.

PS: Die Bilder sind leider nur mit der iPhone-Kamera gemacht, da ich spontan zum Abholen dort vorbeigekommen bin. Daher ist die Qualität sehr mäßig. Um einen Eindruck zu bekommen, reichen sie aber aus.

Objektive als Trinkbecher

3. Juli 2011 Keine Kommentare

Heute gibt es mal ein "anderes" Thema für alle Fotografie-Fans. Bei den Olympischen Spielen 2010 in Vancouver wurden im Pressebereich Thermostassen im Canon 70-200mm Objektiv-Design verteilt. Diese Thermostassen sind kaum mehr zu bekommen und werden im Internet hoch gehandelt (zwischen 50US$ und 100US$).

Inzwischen gibt es aber einige weitere Hersteller (aus China), die sich das lukrative Geschäft nicht entgehen lassen wollen und Kaffeebecher im originalgetreuen Gehäuse eines Zoom-Objektivs produzieren. So werden inzwischen Tassen im Canon 70-200mm- und 24-105mm-Design angeboten sowie im Nikon-Design das 24-70mm und 70-200mm. Die Canon-Tassen sind aber die am weitest verbreiteten.

Mit der Zunahme der Anbieter hat auch der Preisverfall eingesetzt, so dass diese Tassen zwischen knapp 6US$ und 25US$ zu bekommen sind (die Nikons sind teurer, wie im richtigen Leben). Diese Preise sorgen auch dafür, dass diese für den Zoll unattraktiv geworden sind und meist ohne Probleme passieren dürfen.

Und so habe ich es gewagt und mir einfach, weil ich so eine Tasse witzig finde und die Preise ja wirklich bezahlbar sind, zwei Tassen von unterschiedlichen Anbietern bestellt. Einmal die günstigste Variante für 5,99US$ und einmal eine aus dem mittleren Preissegment für 17,99€. Es handelt sich bei beiden georderten Tassen um das Canon 24-105mm-Design.

Die Lieferung erfolgte aus China, bei dem teureren Becher wurde die Auktion von ebay vorzeitig beendet, geliefert wurde aber trotzdem, da ich bereits per Sofortkauf zugeschlagen hatte. Die Lieferzeit aus China waren bei den beiden von mir bestellten Tassen ca. 2 Wochen, was völlig ok ist. Zoll wurde nicht erhoben, da der Preis unkritisch war. Und da auf den Umkartons keine Canon-Markenbezeichnung aufgedruckt war, gab es auch keine Plagiatsprobleme. Ansonsten gleichen die Kartons ungefähr dem Original.

Der erste Eindruck – beide Versionen schauen von weitem dem Original sehr ähnlich und wenn diese auf dem Tisch stehen, kann es zu einer Verwechselung kommen. Beide haben eine Metall-Innenauskleidung – ob diese aber wirklich einen Thermoskanneneffekt hat, kann ich nicht sagen.

Bei näherer Betrachtung und dem direkten Vergleich beider "Linsen" fallen doch Qualitätsunterschiede auf, die den Preisunterschied von mehr als Faktor 3 rechtfertigen. Das Plastik bei der Billigversion ist deutlich grober genarbt, der Druck unsauberer und die Schieber lassen sich nicht betätigen (was ja auch an sich sinnlos ist). Zudem ist der Deckel mit einer angespritzten Gegenlichtblende versehen, was die Sache unhandlicher macht und weniger original ausschaut. Die teurere Version ist vom Kunststoff her feiner genarbt und damit näher am Original, der Druck der Beschriftung ist viel besser und der Deckel sieht aus wie der eines normalen Objektivs.

Hier einige Bilder der teureren Version:

 

Und hier im vergleich die günstigere Variante der "Mugs":

 

Ich kann mir vorstellen, dass die Presseversionen von Canon noch besser verarbeitet waren, aber einen Vergleich habe ich nicht. Ob die Tassen gesundheitlich unbedenklich sind ist ebenfalls nicht zu beantworten. Die Edelstahlauskleidung sollte es aber sein. Und es kommen ja mehr Tassen aus China und nicht nur diese.

Fazit:
Ein nettes Gimmick für jeden Fotografen und ein Eyecatcher auf dem Büroschreibtisch. Beide Tassen sind ok und erfüllen ihren Zweck. Wer eine etwas bessere Qualität haben möchte, sollte zu einer etwas teureren Version greifen, wer nicht so viel ausgeben möchte, ist auch mit der günstigen Variante gut bedient.

BlogTimes geht auf Blogsuche

26. Juni 2011 Keine Kommentare

Es gibt zahlreiche Fotografie-Blogs, die vor sich hindümmeln und kaum gepflegt werden. Es gibt aber genauso viele Fotografie-Blogs, die mit sehr interessanten Inhalten gefüttert werden und die es wert sind zu lesen und die vielleicht noch recht unbekannt sind. Aus diesem Grund geht BlogTimes auf Blogsuche. Das ganze ist eine Neuauflage der letztjährigen Aktion, die immerhin ungefähr 70 interessante Blogs aufgetan hat. Ich bin gespannt wie viele es dieses Jahr werden und mache mit, indem ich die gestellten Fragen beantworte:

Seit wann besteht dein Fotografieblog?

Launch war am 30. Mai 2009, das Blog besteht also jetzt seit etwas mehr als zwei Jahren.

Welche Schwerpunktthemen behandelt dein Blog?

In meinem Blog dreht sich alles rund ums Thema "Fotografie". In meinem Blog

  • stelle ich meine Arbeiten detaillierter vor,
  • erfahrt Ihr von Ausstellungen und Fernsehsendungen rund um die Fotografie und
  • behandele auch spannenden Seitenthemen wie analoge Fotografie und Polaroid.
  • Ich verfasse Rezensionen von DVDs, Büchern, Workshops / Seminaren und Kongressen,
  • stelle interessante neue Produkte vor, die den Alltag als Fotograf erleichtern.

Ich werde in dem Blog aber nicht über meinen privaten Alltag berichten. Ich möchte den Blog fachlich und thematisch sehr eng an der Fotografie ausrichten.

Wieviele Beiträge veröffentlichst Du durchschnittlich pro Woche?

Ich werde keine täglichen Blogposts schreiben, weil ich glaube, dass das ohne Posts über den privaten Alltag nicht machbar ist. Ich werde versuchen, im Schnitt pro Woche einen Blogpost zu verfassen.

Welche fotografischen Bereiche interessieren Dich in der Fotografie?
Peoplefotografie mit Richtung Beauty und Fashion. Wenn es um Technik geht, dann geht es von Digitalfotografie über analoge Kameras bis hin zu Polaroid.

 

Ich denke das trifft es ganz gut. Wenn ihr auch ein Blog habt, dann macht mit. Es geht nicht um Wettbewerb oder Konkurrenz, sondern um das Sammeln interessanter Blogs und ein Zusammenarbeiten. Ich bin wirklich gespannt was dieses Jahr zusammenkommt an Blogs und deren themen.

Polaroids – Helmut Newton Ausstellung in Berlin

19. Juni 2011 1 Kommentar

An diesem Wochenende war ich auf der Ausstellung "Polaroids" im Museum für Fotografie in Berlin. Wie ihr ja bereits gemerkt hat bin ich Polaroid-Fan und mich faszinieren alte Polaroid-Aufnahmen aus der Zeit, als Polaroid-Aufnahmen noch zur Kontrolle der Filmaufnahmen vorab eingesetzt wurden. Und genau diese Polaroid-Aufnahmen von Helmut Newton sind jetzt in Berlin zu sehen.

Museum für Fotografie und Helmut Newton Stiftung
Jebensstraße 2, Berlin-Charlottenburg
© Stefan Müller
 

Newton nutzte die Polaroid-Technik seit den 70er Jahren für viele seiner Mode-Shootings. Mit dem Sofortbild konnte er die Belichtung und Szenerie sofort einschätzen und wenn nötig korrigieren. Seine Polaroid-Affinität ist nicht neu und schon länger bekannt. 1992 wurde das ganze auch schon mal dokumentiert und es erschien bereits ein Buch dazu: "Pola Woman". Jetzt hat seine Frau June Newton für die Ausstellung nochmal das Archiv durchgeschaut und neue Polaroid-Arbeiten herausgesucht, die zwischen 1969 und 2003 entstanden sind. Mit dabei sind Supermodelle wie Cindy Crawford oder Claudia Schiffer sowie Auszüge aus Werbekampagnen von Jimmy Choo oder Thierry Mugler.

Helmut Newton
Thierry Mugler
Monte Carlo 1998
Polaroid
© Helmut Newton Estate
 

Es sei nach seiner Frau June aber nur "die Spitze des Eisberges", was die Hoffnung auf weitere Ausstellungen aufleben lässt.

Meine Erwartung an die Ausstellung waren, originale Polaroids zu sehen – diese kleinen unscheinbaren Bilder, die man von nah betrachten muss, um auch das richtige Fotografenfeeling erleben zu können. Nach Betreten der Ausstellung wurde mir aber bewusst, dass es sich nicht um die Origiale handelte, sondern es sich bei den Bildern um starke Vergrößerungen der Polaroids handelte. Diese waren zwar mit den typischen Rändern vergößert und somit autentisch, aber irgendwie fehlte mir das Polaroidgefühl doch. Lediglich auf zwei Tischen wurden unter Glasplatte ein paar originale Polaroidaufnahmen hingelegt.

Helmut Newton
Stern
St. Tropez 1978
Polaroid
© Helmut Newton Estate
 

Genutzt hat er den Bildern nach eine Mittelformat-Kamera mit Polaroid-Back, eine Trennfilmkamera und eine Instantkamera. Was mir gefehlt hat waren die Kameras selber. Diese sind zwar unten in der normalen und dauerhaften Ausstellung im Erdgeschoss dann doch zu finden in Form einer Hasselblad 500, einer ProCam und einen SX-70, aber ich hätte mir diese thematisch zu dieser Ausstellung gewüncht, denn Polaroids sind nicht nur die Bilder selber, sondern auch das Handwerkszeug und auch vielleicht Aufnahmen von Newton selber, wie er mit Polaroid fotografiert.

Helmut Newton
Yves Saint Laurent
Paris 1991
Polaroid
© Helmut Newton Estate
 

Die Bilder sind durchaus interessant, manche kennt man auch in ähnlicher Form natürlich von seinen "normalen" Bildern. Wer den Style mag wird sich auch in den Fotografien hier wiederfinden. Ich finde sie grandios und ich muss gestehen, dass mir diese Ausstellung durchaus gefallen hat, auch wenn nicht alles perfekt war. Die Präsentation auf Plexiglasplatte aufgezogen ohne Rahmen empfand ich beispielsweise als etwas lieblos.

Kritisch setzt sich auch das Kulturradio Berlin mit der Ausstellung auseinander:

Dann kommt noch hinzu, dass die Ausstellungsmacher damit werben, dass das Polaroids mit Randbemerkungen des Fotografen versehen seien. Wie "interessant und aufschlussreich" diese seien. Davon kann ich eine Kostprobe geben: Ein Polaroid zeigt die Schauspielerin: Anita Ekberg, sie war das Sexsymbol der 50er und 60er Jahre. Zu lesen ist: "Anita Ekberg schaut über ihre Gartenmauer. 1988". Also, ich hab schon "interessantere" Kommentare von Künstlern gelesen.

Helmut Newton
Paris Match
Monte Carlo 1985
Polaroid
© Helmut Newton Estate
 

Ganz unrecht hat das Kulturradio Berlin, denn man muss als Museum nicht jede Notiz von Newton derart zwanghaft bejubeln, aber wenn man diese Bemerkungen einfach wegläßt, ist die Ausstellung doch eine der guten Ausstellungen, die ich empfehlen kann. Die 8 Euro Eintritt sind es sicherlich wert.

Zum Schluss gibt es zu dem Museum für Fotografie auch ein paar kritische Worte: Im Gegensatz zur Galerie CAMERA WORK, die ich letztens besucht habe, wird im Helmut Newton Museum sehr viel Wert auf Kontrolle gelegt. Fotografieren ist strikt verboten, was ich im Museum für Fotografie irgendwie nicht verstehen kann. An jeder Ecke stehen Wärter, die kontrollieren, ob auch wirklich keine Kamera gezückt wird. Ob es nötig ist kann ich nicht sagen, aber bei anderen Galerien scheint es auch anders zu funktionieren. Ich jedenfalls fühle mich nicht so richtig wohl, wenn immer ein Bewacher hinter mir steht und schaut was ich mache (und ich mache bestimmt nichts was schaden anrichtet). Auch beim Einlass und bei der Kasse war man nicht besonders freundlich. Hier sollte sich die Stiftung mal ein Beispiel an anderen Häusern nehmen. Denn solche soft-facts beeinflussen schnell das Empfinden, ob mal als Besucher willkommen ist oder eher nicht. Ich finde es schade, denn das hat das Museum nicht verdient. 

Hier noch die allgemeinen Daten:

Ausstellung
"Helmut Newton Polaroid"
Museum für Fotografie
Jebensstraße 2
10623 Berlin
www.helmut-newton.de

Öffnungszeiten
10. Juni bis 20. November
Dienstag bis Sonntag 10 – 18 Uhr, Donnerstag 10 – 22 Uhr
Eintritt: 8 Euro

Firmware-Update für Canon 5D Mk2

18. Juni 2011 Keine Kommentare

Vielleicht ist es ja für den einen oder anderen von Euch interessant und doch noch nicht bekannt, da das Thema irgendwie kaum besprochen wird: Für die Canon 5D MK2 gibt es seit Ende Mai ein Firmwareupdate auf die Version 2.09.

Folgende Änderungen und Fehlerbehebungen sind eingeflossen (lt. Canon Homepage):

  1. Höhere Lese-/Schreibgeschwindigkeit mit UDMA 7-kompatiblen CF-Karten.
  2. Behebt das Problem, dass die IS-Funktion nicht verfügbar ist, wenn die persönliche Funktion C.Fn III-2 auf [5: IS-Start] eingestellt wurde und das angebrachte Objektiv nicht über eine AF-Stopptaste verfügt. Dies ist darauf zurückzuführen, dass mit der persönlichen Funktion C.Fn III-2 der IS-Start der AF-Stopptaste auf dem Objektiv zugewiesen werden kann.
  3. Orthografiefehler auf den Menüanzeigen in Arabisch, Portugiesisch, Spanisch und Thailändisch.

Sicherlich sind das kleine Updates, aber bereits Punkt 1 scheint mir Grund genug für ein Update. Das Update ist zu finden auf der Canon-Homepage und ist für Mac und Windows getrennt.